Schweizer beim 33. America's Cup zu langsam Alinghi gegen BMW Oracle chancenlos

  • Aktualisiert am 19.01.2012

VALENCIA – Alinghi verliert das erste Rennen am 33. America's Cup gegen BMW Oracle deutlich. Auch für den weiteren Verlauf der Serie sind sie jetzt klarer Aussenseiter.

Endlich kann in Valencia gesegelt werden. Und es beginnt gut für Alinghi. Oracle bleibt am Start kleben. Zwar kassiert das Schweizer Syndikat für ein riskantes Manöver eine Strafe, doch schnell kann Alinghi einen Vorsprung von 660 Metern rausfahren.

Aber die USA 17 von BMW Oracle macht den Rückstand rasant weg. Der Trimaran ist eindeutig schneller als der Katamaran der Alinghi.

Das Rennen ist schon bei der Wende entschieden. Alinghi muss noch immer einen Strafkreisel drehen und liegt sonst schon hoffnungslos zurück. Der Abstand zu den Kontrahenten beträgt zeitweise 3600 Meter. Alinghi hat also insgesamt über 4 Kilometer verloren und kommt mit einem Rückstand von mehr als fünfzehn Minuten im Ziel an (inkl. Strafkreisel).

Nach dieser klaren Niederlage, ist Alinghi auch für den Sonntag klarer Aussenseiter. Denn die Alinghi 5 wurde eigentlich für die leichten Winde favorisiert, war heute aber bei diesen Bedingungen chancenlos.

Hinzu kommt: Der Dreieck-Kurs (am Sonntag werden drei mal 13 Seemeilen gesegelt) sollte der USA 17 eher noch mehr entgegenkommen. Alinghi braucht ein kleines Wunder, den Cup doch noch zu gewinnen. Die USA 17 scheint definitiv das schnellere Boot zu sein. Bei allen Windbedingungen. (C.B./sme)

So lief das Rennen

17.23 Uhr | Fünfzehn Minuten später ist auch Alinghi endlich fertig. Unglaublich, das Schweizer Syndikat führte seinen ersten Strafkreisel nicht korrekt durch und musste ihn wiederholen.

17.08 Uhr | Das wars! Die USA 17 ist im Ziel, BMW Oracle entscheidet das erste Rennen am 33. Americas Cup für sich. Russell Coutts und Larry Ellison umarmen sich auf dem Beiboot. Alinghi war während des gesamten Rennens – vom Start abgesehen – chancenlos.

17.07 Uhr | Es wird interessant sein, ob Alinghi bis am Sonntag noch irgend einen Trumpf aus dem Ärmel schütteln kann.

17.05 Uhr | Wären wir bei der morgigen Abfahrt, könnte man sagen, die USA 17 haben ihre Ski besser gewachst.

17.02 Uhr | Noch fünf Minuten, dann ist der Spuk hier fürs erste vorbei.

16.57 Uhr | Die USA 17 sollte das Ziel in rund 12 Minuten erreichen. Der Ausgang des Rennens ist jedoch bereist klar.

16.44 Uhr | Die Niederlage dürfte Alinghi doppelt schmerzen. Da bei leichten Winden – wie sie derzeit herrschen – die Alinghi favorisiert wurde, sind sie nun für den Sonntag klare Aussenseiter. Und der Dreieck-Kurs (drei mal 13 Seemeilen) sollte der USA 17 eher noch mehr entgegenkommen.

16.42 Uhr | Knapp 3600 Meter Vorsprung für die USA 17. Das Rennen ist praktisch gelaufen.

16.32 Uhr | Mit dem Wind im Rücken macht die USA 17 derzeit 25-26 Knoten, Alinghi nur 22 bis 23 Knoten.

16.31 Uhr | Den entscheidenden Unterschied macht das Flügelsegel aus, das mehr Geschwindigkeit generieren kann. Die Amerikaner haben schlicht mehr Power in den Segeln.

16.27 Uhr | Die USA 17 ist beeindruckend, fährt fast die ganze Strecke mit zwei Schwimmern in der Luft. Der Vorsprung beträgt mittlerweile 3 Kilometer.

16.22 Uhr | 2700 Meter Vorsprung für die USA 17. Die Alinghi kann nur hoffen, dass die Amerikaner in ein Windloch segeln.

16.17 Uhr
| Beide Boote wechseln ständig den Kurs, damit sie nur einen Schwimmer im Wasser haben.

16.15 Uhr
| Über 2 Kilometer Vorsprung für Oracle. Für die Alinghi wirds immer schwieriger.

16.14 Uhr
| Die USA 17 macht jetzt 25 Knoten. Das sind rund 46 Stundenkilometer.

16.09 Uhr | Alinghi ist bei der Wendemarke und hat 3 Minuten 20 Rückstand.

16.08 Uhr
| Die Allinghi bereitet ihr Gennaker-Segel vor, mit 1100 Quadratmetern eines der drei grössten Segel der Welt.

16.05 Uhr
| 1300 Meter Vorsprung für die USA 17, die über der Wendemarke und auf dem Weg ins Ziel ist.

16.01 Uhr
| Viele schreiben Alinghi schon ab. Doch die Experten geben dem Schweizer-Boot durchaus noch alle Chancen, den Rückstand nach der Wendemarke aufholen zu können.

15.59 Uhr
| Noch eine Wende von USA 17, die jetzt direkt auf die Boje zusteuert. Alinghi segelt weit dahinter.

15.53 Uhr
| Knapp 1200 Meter Vorsprung für die USA 17. Die Alinghi-Crew muss sich etwas einfallen lassen. Aber auf dem Rückweg ist noch alles möglich. Das Rennen ist noch lange nicht entschieden!

15.50 Uhr
| Oracle zieht weiter davon. Allinghi wird nach der Wende das grosse Segel setzen. Darauf hoffen die Schweizer. Das Problem ist: Zur selben Zeit wartet der Strafkreisel...

15.42 Uhr
| Es ist zu erwarten, dass Alinghi den Strafkreisel auf dem Weg zurück macht.

15.40 Uhr
| Noch rund 20 Minuten, bevor die beiden Boote die Wendemarke erreichen.

15.36 Uhr
| Über einen Kilometer Vorsprung von USA 17. Das Flügelsegel der Amerikaner scheint das versprochene Wunderding zu sein.

15.33 Uhr
| Alinghi liegt nun 900 Meter zurück.

15.29 Uhr
| Die beiden Boote haben die Windseite gewechselt. Alinghi sieht Oracle aber weiterhin nur von hinten.

15.25 Uhr
| Zwei Drittel der ersten 20 Meilen sind geschafft. Die USA 17 führt mit fast 680 Metern Vorsprung.

15.23 Uhr
| Die Boote sind bald 50 Minuten unterwegs, die Geschwindigkeiten derzeit etwa 20 Knoten.

15.20 Uhr
| Der Abstand wächst weiter an. Alinghi hält sich weiterhin näher am Ufer. Grosse Vorteile an der Kreuz für BMW Oracle.

15.17 Uhr
| Das Rennen dauert noch lange, doch der Rückstand von Alinghi ist wieder etwas angewachsen (560 Meter).

15.16 Uhr
| Die Vorteile liegen aber nach wie vor eindeutig bei BMW Oracle.

15.14 Uhr
| Die beiden machen momentan fast gleichviel Geschwindigkeit. Das hatten die Experten nicht erwartet. Das Rennen ist so eng wie erhofft.

15.08 Uhr
| Die Windgeschwindigkeiten liegen momentan bei 6,5 bis 8 Knoten. Die Boote machen 20 Knoten oder 37 Stundenkilometer. Auf dem Rückweg werden noch weit höhere Geschwindigkeiten vermutet.

15.05 Uhr
| Die Differenz beträgt rund 160 Meter. Aber Alinghi hat immer noch das Strafmanöver hängig.

15.03 Uhr
| Alinghi holt weiter auf: Noch 145 Meter Rückstand.

15.01 Uhr
| Alinghi kommt wieder leicht näher. 250 Meter Differenz.

14.58 Uhr
| Erschwerend kommt noch dazu, dass Alinghi immer noch eine Strafrunde drehen muss. Alinghi liegt schon 400 Meter zurück.

14.56 Uhr | Alinghi muss im Moment neidlos anerkennen, dass die USA 17 weder in der Höhe noch in der Geschwindigkeit zu schlagen ist.

14.55 Uhr
| 660 Meter betrug der Vorsprung von Alinghi auf BMW Oracle kurz nach dem Start. Jetzt leigt das Schweizer-Boot fast 400 Meter zurück.

14.54 Uhr
| Alinghi bringt momentan nicht mal einen Schwimmer aus dem Wasser, während USA 17 richtiggehend zu fliegen scheint.

14.52 Uhr
| Der Vorsprung beträgt 100 Meter und wird grösser. Heikle Phase für Alinghi.

14.51 Uhr
| BMW Oracle hat die Führung übernommen.

14.50 Uhr
| Die Alinghi ist kurz davor, überholt zu werden...

14.48 Uhr
| Oracle macht momentan gut 2,5 Knoten mehr Geschwindigkeit. Und Alinghi muss noch seine Straf-Wende machen. Das wird eng!

14.47 Uhr
| Das Flügel-Segel der USA 17 scheint einen Vorteil zu haben. Oracle ist im Vormarsch.

14.44 Uhr
| Alinghi behauptet den Vorsprung von ein paar hundert Metern. Exakt sind es 380 Meter, Oracle holt aber auf.

14.42 Uhr
| Die USA 17 macht momentan rund 1,5 Knoten mehr Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeiten ändern aber ständig. Sie bewegen sich zwischen 16 und 19 Knoten.

14.41 Uhr
| BMW Oracle segelt spektakulär, beide Schwimmer sind aus dem Wasser!

14.40 Uhr
| Die USA 17 macht Boden gut.

14.38 Uhr
| Alinghi fliegt mit 20 Knoten voraus! Das sind 37 Stundenkilometer.

14.37 Uhr
| Jetzt erst kann die USA 17 loslegen.

14.37 Uhr
| Spithill muss die USA 17 zuerst zurück über die Startlinie bringen.

14.35 Uhr
| LOS GEHTS!! Das Rennen läuft!

14.33 Uhr
| Während der Fahrt muss Alinghi also eine 270 Grad-Drehung machen. Das wird für grosse Diskussionen sorgen!

14.30 Uhr
| Drama vor dem Start. Die Boote kämpfen um die beste Startposition. Eine Strafe wird gegen Alinghi ausgesprochen.

14.27 Uhr
| Er wird von einem Boot geborgen. Bei 7 Grad Wassertemperatur...

14.27 Uhr
| Ein Oracle-Segler ist ins Wasser gesprungen. Der sogenannte Jumper, der während dem Rennen nicht mehr gebraucht wird.

14.26 Uhr
| Die Zuschauer vor dem Grossbildschirm am Hafen applaudieren euphorisch!

14.24 Uhr
| Die Fahne ist weg! In zehn Minuten gehts los! ENDLICH!! Es kann los gehen!

14.19 Uhr
| Rennleiter Harold Bennett hat gerade angekündigt, dass die Verzögerungs-Flagge um 14.24 Uhr runterkommt. Zehn Minuten später soll gestartet werden.

14.10 Uhr
| Beide Boote kreuzen vor der Startlinie. Beide machen selbst bei wenigen Knoten eine gute Fahrt. Aber die Flagge steht noch. Die Wellen sind nur gut einen halben Meter hoch. Es wären perfekte Bedingungen für Alinghi!

14.03 Uhr
| Was für ein Ärger! Es gibt weitere Verzögerungen. Die Verschiebungs-Flagge weht noch immer.

13.59 Uhr
| Das darf doch nicht wahr sein! Die Fahne kommt doch noch nicht runter, der Wind ist momentan nur bei 3 Knoten!

13.55 Uhr
| In fünf Minuten kommt die Verschiebungs-Fahne runter. Elf Minuten später erfolgt der Start.

13.46 Uhr | Fahne sinkt um 13.59 Uhr! Der Startschuss dürfte unmittelbar danach folgen.

13.44 Uhr
| Larry Ellison wurde gerade abgeladen. Oracle wirft Ballast ab (siehe Textbox rechts). Es sieht so aus, als gehts bald los!

13.31 Uhr
| Die Bedingungen sind nun absolut tolerierbar! Dennoch wird mit dem Startschuss gewartet. Kopfschütteln bei den Experten: Wie lange müssen sich die beiden Giganten noch gedulden?

13.22 Uhr
| Die rot-weisse Flagge weht noch immer. Solange diese Fahne hängt, wird nicht gestartet.

13.18 Uhr
| Wohin geht die Reise? Fällt das Startsignal heute noch oder scheitert auch der dritte Startversuch an den Windverhältnissen? Im Moment bewegen sich die Boote westwärts.

12.55 Uhr
| Die Startmarke wird weiter nördlich verschoben. Aktuelle Windstärke: 6 Knoten.

12.32 Uhr
| Wenig deutet im Moment auf einen baldigen Start hin. Das Komitee-Boot hat nach wie vor die AP-Flagge gehisst. «Committee Boat: 200° 5 knots | Top Mark: 170° 4 knots. AP still up.»

12.14 Uhr | Gut Wind will Weile haben! Die Suche nach dem perfekten Wind ist doch schwerer als angenommen. Die Topmarke wird frisch gesetzt, noch immer hängt die Verschiebungs-Flagge am Rennleitungs-Boot.

12.07 Uhr | Die Fachleute sehen ideale Startbedingungen zwischen 14 und 16 Uhr.

11.51 Uhr | Der Start ist offiziell verschoben, eine neue Startzeit gibt es noch nicht.

11.33 Uhr | Der Himmel über Valencia ist blau. Man ist hier zuversichtlich, dass es heute klappt! Noch ist aber Geduld gefragt. Vor 13 Uhr wird wohl nichts.

11.18 Uhr
| Die Boote befinden sich in der Startzone. Der Wind beträgt derzeit rund 10 Knoten. Heute könnte es endlich klappen!

09.56 Uhr | Die Wetterprognose verheisst Gutes: Die Windböhen lassen am Nachmittag nach. Die Wellenhöhe zeigt ebenfalls abnehmende Tendenz. Die Temperaturen belaufen sich auf 8 Grad Celsius.

09.25 Uhr | Die Winde haben abgenommen, die beiden Boote sind nun rausgefahren. Allerdings ist der Wellengang noch sehr stark.

08.45 Uhr | Die Prognosen der Alinghi-Wetterfrösche: «Der Nordostwind weht während der Nacht stark und flaut erst bis Freitagmittag ab. Dann würden die Windbedingungen einen Start zulassen. Doch die Wellen stehen dann draussen auf dem Meer immer noch.» sagt Meteorologe Arnaud Monges.

08.23 Uhr | Starke Böhen verhindern den Start vorerst. Vor 12 Uhr wird sicher nicht gesegelt.

08.10 Uhr | Klappt es heute endlich mit dem Startschuss zum Americas Cup 2010? Auf Blick.ch sind Sie live dabei, wir informieren Sie umgehend, wenn sich in Valencia etwas tut.

Ist Milliardär Ellison nur Ballast?

Larry Ellison und Russell Coutts sind momentan auf der USA 17. Doch beide Boote wollen am Ende möglichst leicht sein. Müssen Sie über Bord?

Russell Coutts ist bei dieser Austragung offiziell nur CEO von BMW Oracle, Skipper und Steuermann ist der Australier James Spithill. Trotzdem ist Coutts, der erfolgreichste Americas Cup-Segler, momentan an Bord und steht in der Afterguard, ebenso wie Teambesitzer Larry Ellison. Beide dick vermummt, weil es in Valencia – und vor allem auf dem Meer – eisig kalt ist.

Da aber die Boote bei leichten Windverhältnissen jeden unnötigen Ballast loswerden wollen, ist es gut möglich, dass beide noch von Bord müssen. Bis 6 Minuten vor dem Start können sie abgeholt werden. Der Herausforderer hat offiziell 10 Segler auf der Liste. Das Boot kann aber auch mit 7 Leuten gesegelt werden.

Bei Alinghi sind bis zu 14 Leute an Bord. Auch beim Schweizer Syndikat können die Aufgaben verteilt werden, dass nicht mehr als 10 Leute mitsegeln. Ein Kommentator rechnet aber fest damit, dass Coutts, der Intimfeind von Ernesto Bertarelli, auf dem Boot bleibt. «Man hat seinen stählernen Blick selbst durch die Sonnenbrille sehen können. Der ist heiss!»
(Von Christian Bürge aus Valencia)

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