Neuer Zoff um Wengers Manager Vater musste Kilian vor Blamage retten!

Schwingerkönig Kilian Wenger (22) wird in diesem Jahr zwar keinen ­Wettkampf mehr bestreiten. In seinem Umfeld fliegen trotzdem die Fetzen!

  • Aktualisiert: 15.08.2012
  • Von Marcel W. Perren

Vor drei Wochen sprach Thomas Klossner, der während zehn Jahren technischer Leiter von Wengers Stamm-Schwingersektion Niedersimmental war, im BLICK Klartext: «Wenn sich Kilian nicht bald von seinem Manager Beni Knecht trennt, wird er nächsten Sommer beim Eidgenössischen in Burgdorf ein Debakel erleben.»

Klossner ist wie viele andere Weggefährten des Schwingerkönigs überzeugt, dass Knecht bei der Betreuung des Königs die geschäftlichen Interessen über die sportlichen Ziele stellt. Brisant: Selbst Kilians Papa ist nicht besonders gut auf den Betreuerstab seines Sprosses zu sprechen.

Res Wenger zu BLICK: «Nachdem mir die eine oder andere Aktion nicht gefallen hat, habe ich mich dem Team meines Sohnes als Berater angeboten. Man hat mir dann aber deutlich zu spüren gegeben, dass meine Meinung nicht gefragt ist. Seither herrscht zwischen der Teamleitung und mir Funkstille.»

Neben Manager Knecht gehört auch Schwingtrainer Bärnu Stucki zur Führungsriege des Teams von Kilian Wenger. Dieser hat gemäss der Aussage eines Berner Kranz-Schwingers in seiner Rolle als Betreuer bei Wengers bislang letztem Auftritt am Schwarzsee (24. Juni) völlig versagt. «Weil Kilian an diesem Tag aus gesundheitlichen Gründen nicht auf Touren gekommen ist, hätte er die Unterstützung aus seinem Betreuerstab dringend nötig gehabt. Die blieb aber aus. Stattdessen sass der König wie ein Häufchen Elend alleine in der Garderobe.»

Für Stucki stehen Geschäftsinteressen im Vordergrund

Nachdem Coach Stucki trotz allem auf seinem bequemen Tribünenplatz neben Knecht sitzen geblieben war, platzte Papa Res der Kragen. Der Lastwagenchauffeur ging zu seinem Sohn in die Garderobe und tat das, was eigentlich die Aufgabe seines Betreuers gewesen wäre: Er forderte Kilian auf, den Wettkampf sofort abzubrechen, damit er seine Gesundheit nicht aufs Spiel setzt. Und sich nicht in aller Öffentlichkeit blamiert. Diese Geschichte macht deutlich, dass in der Betreuung des Königs vieles im Argen liegt.

Zu Manager Knecht: BLICK-Recherchen zeigen, dass der Berner Oberländer schon an einigen Orten «verbrannte Erde» hinterlassen hat. Er war knapp ein Jahr Präsident der FDP-Sektion Bönigen. Als Präsident von Bönigen Tourismus kündigte er nach zwei Jahren seinen Rücktritt an. Im Herbst 2011 wechselte Knecht vom Geschäftsführerposten der Landi Jungfrau zur Meiringer Tiefbaufirma Ghelma – für sieben Monate. Einstige Weggefährten runzeln beim Namen Knecht nur die Stirn.

Jetzt sonnt sich Knecht im Lichte des beliebtesten Schwingerkönigs aller Zeiten. Und hetzt ihn von PR-Termin zu PR-Termin. Die Folgen sind bekannt.

Beliebteste Kommentare

  • fritz  Walthert
    hallo kilian, mein ratschlag geht in die richtung doch deinem vater res zu vertrauen - erspar dir doch die vielen anderen "undurchsichtigen" menschen in deinem umfeld. Schuster bleib bei deinen leisten. Du bist ein toller junge, bleib wie du bist, die nächste saison kommt bestimmt und mit ihr auch der erfolg wieder. kopf hoch und lass dich nicht von aussen ablenken. gruss aus port, dem dorf des seeländischen schwingfestes von 2012, fritz walthert
  • hans  ammeler
    jagt den arroganten knecht zum teufel, oder isoliert ihn bevor ihn einer mal so richtig in die mangel nimmt

Alle Kommentare (12)

  •   peter wyss , Bödeli
    Aufrichtig, fair mit guten Eigenschaften????? - wird hier Kili
    nicht als Werbetreger für politische Ziele von Knecht missbraucht?
    • 16.08.2012
    • 24
    • 1
  •   Lorenz Silbermann , Interlaken
    Bei jedem weiterem Artikel über dises Thema wird klar, dass Herr Perren klar auf einer Seite steht und nur in diese richtung rechachirt! Er soll mal diese Leute befragen die alle Seiten kennen! In so einer Situation wie am Schwarzsee ist es die Aufgabe von den Trenigngsleiter und dem TL vo Oberland den Schwinger beizustehen! Aber ja wen diese Neider es nötiger finden sich in den Medien gegen den König aufzuspielen, sind sie sich ihrer Aufgabe nicht bewusst und auch nicht gewachsen!!!!
    • Konrad  Duden , Grimmhausen
      Wie wärs mit einem Rechtschreibeprogramm bevor Sie hier Gefälligkeits-Kommentare schreiben.
      • 16.08.2012
      • als Kommentar auf   Lorenz Silbermann , Interlaken
      • 28
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  • Leinad  Mobs
    Manager Beni Knecht ist kein umbeschriebenes Blatt auf dem Bödeli.
    • 16.08.2012
    • 34
    • 3
  • andi  Matata
    INTERESSANT seit Geld verdient wird! im Schwingsport, ist der Teufel los. Ja, ja wir SCHWEIZER sind EIN VOLK von " Neiderlein "
  • Peter  Eberhöfer , Adliswil
    Gehörte nicht das Verhindern solcher Entwicklungen zu den Hauptanliegen von Ernst Schläpfer in seiner Funktion als Eidg. Schwingerobmann? Dass Kilian Wenger als amtierender Schwingerkönig nun genau diese Erfahrungen machen muss, ist zwar bedauerlich, wird aber die Zukunft sein! Die Entwicklung wird die gleiche sein wie im Fussball; geldgierige, in der Sache unfähige "Manager" treiben Spitzenschwinger vielleicht ins grosse Geld, aber weit weg von den Leistungen, die das Publikum erwarten darf! Das kann das baldige Ende unseres Nationalsports sein, den die Folgen sind doch Betrug, Korruption, Kampfrichterbestechung, Skandale etc. Gute Nacht Schwingsport!!!
    • 16.08.2012
    • 51
    • 8
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