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«Le Hand of God» Roger hält zu Henry

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Christian Bürge aus London
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Vor den ATP World Tour Finals sagt Roger Federer, was er über das Hands seines Freundes Henry denkt.

Roger Federer Sie wissen, was Ihr Freund Thierry Henry gegen Irland gemacht hat. Sollte der Fussball nicht wie Tennis auf elektronische Hilfen zugreifen können?
Roger Federer:
Es ist schon überraschend, dass es mit all der Technologie heutzutage noch zu so einem Resultat kommen kann. Vielleicht sollte man eine Torkamera haben wie im Hockey.

Müsste ein Profi wie er nicht sagen: Hey, ich hab einen Fehler gemacht?
Er tat es ja, einfach nachher. Du kannst ihn nicht verurteilen, weil er weiterspielte. Wenn der Schiri es nicht sieht, ist es dessen Fehler und der des ganzen Systems. Es passiert so oft. So viele Tore sind keine. Das ist einfach eines mehr.

Zum Tennis: Sie könnten hier die Nummer 1 noch an Rafael Nadal verlieren. Wie sehr würde Sie das schmerzen nach diesem Jahr?
Das Wichtigste für mich war sicher, Roland Garros zu gewinnen und dann Wimbledon. Das steht über allem. Egal, ob ich hier die Nummer 1 bleibe oder nicht. Ich hoffe, dass ich sie aus eigener Kraft behalten kann. Diese Position habe ich gerne. Ich war in allen vier Grand-Slam-Finals dieser Saison. Gewann zwei, und verlor zwei im Fünften. War also nur zwei Sätze vom richtigen Grand-Slam entfernt. Von daher habe ich schon viel erreicht. Aber gut, habe ich die Chance, hier in London nächste Woche noch etwas zu gewinnen.

Sie scheinen sehr locker, seit Sie Vater sind. Nehmen Sie gewisse Niederlagen wie jene in Paris etwas leichter wegen der Kinder?
Nicht unbedingt. Aber wenn die Niederlage auf akzeptable Weise zustande kam, kann ich damit leben. Wenn ich ruhig bin, dann deshalb, weil ich Roland Garros und Wimbledon gewonnen habe. Die Kinder haben nicht viel dazu beigetragen. Ich war vorher schon einer, der die Niederlagen schnell abhakte.

Sie müssen immer fit sein. Haben Sie sich und Ihre Familie gegen die Schweinegrippe impfen lassen?
Teile des Teams sind geimpft, ja. Ich nicht.

Was haben Sie zuletzt gemacht, um wieder fähig für grosse Siege zu sein?
Es ging darum, an meiner Aggressivität und an der Defensive zu arbeiten. Jetzt habe ich genügend Trainingsmatches in den Beinen. Ich freue mich riesig und bin bereit!

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