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Dank Rückenwind und harter Loipe wurde die 40. Austragung des Klassikers trotz Schneeknappheit zur Rekordjagd. Als im Jahr 2004 erstmals auf der aktuellen Strecke gelaufen wurde, schafften Christophe Perrillat (Fr) und Julia Tschepalowa (Russ) Zeiten, die bis heute niemand unterbieten konnte. Nun blieben rund 100 Männer und 10 Frauen unter den alten Bestmarken. Tor Arne Hetland und Katrin Zeller wurden so nicht nur mit der Siegesprämie von 8500 Franken, sondern auch mit 600 respektive 400 Gramm Gold aus dem Jackpot belohnt. Dank dem hohen Goldpreis kamen für Hetland 28000 Franken zusammen.
Die für Langläufer nicht alltäglichen Summen beschäftigten auch Dario Cologna. «Es tut schon ein bisschen weh, so knapp zu verlieren. Vor allem, wenn der Jackpot so gross ist», sagte der 22-jährige Münstertaler. Cologna brauchte sich aber nichts vorzuwerfen. Der dreifache U23-Weltmeister zeigte erneut ein ausgezeichnetes Rennen, optimal unterstützt vom einheimischen Curdin Perl, der sich als Schwerarbeiter in den Dienst des Teamkollegen stellte und als Neunter zweitbester Schweizer war. Cologna selbst fehlten im Schlussspurt nur etwa 20 Zentimeter auf Olympiasieger und Weltmeister Hetland.
Mit dem 33-jährigen Norweger gab es wenigstens einen halben Heimsieger. Wenn Hetland davon spricht, wie sehr er das Engadin und den «Engadiner» mag, ist das kein Lippenbekenntnis. Mit dem Sieg 1999 ist ihm der Traditionslauf von Maloja nach S-chanf ans Herz gewachsen. Hetland war am Ende der Stärkste, obwohl er hinter St. Moritz, also nach rund einem Drittel der 42,2 km, beinahe den Anschluss verloren hatte. Auf seine Qualitäten als Sprinter konnte er sich schliesslich aber verlassen.
Katrin Zeller wurde das Siegen leichter gemacht. Die 29-jährige Oberstdorferin schaffte genau eine Woche nach ihrem ersten Weltcup-Podestplatz (Dritte in Lahti) einen ihrer schönsten Erfolge. Die Schweizerinnen standen abseits. Seraina Mischol schonte sich nach ihrer Magenverstimmung für den Weltcup-Final und war nur als Zuschauerin dabei. Vorjahressiegerin Laurence Rochat, nach einem Pleiten-Pech-und-Pannen-Winter ausser Form, wurde mit gut zwei Minuten Rückstand Fünfte.
Die dreifache Siegerin Natascia Leonardi Cortesi musste aufgeben. Nachdem ihr jemand auf den rechten Stock gestanden war, verlor die bald 37-jährige Tessinerin das Gefühl in der lädierten Schulter. Dass sie unter diesen Umständen nicht zu Ende laufen konnte, trieb der unverwüstlichen Kämpferin Tränen in die Augen. (Si)
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11'513 Langläuferinnen und Langläufer machten sich auf die 42,2 Kilometer von Maloja bis S-chanf. (Keystone)