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Scheich Maktoum, der Herrscher von Dubai, mit seiner Ehefrau: Prinzessin Haya. (AP)
Es ist ein Stoff für ein Drama aus tausendundeiner Nacht. Prinzessin Haya (34), Präsidentin des Weltreitverbandes, kündigt an, den Kampf gegen Doping mit höheren Strafen anzupacken. Gleichzeitig läuft bereits ein Doping-Verfahren – ausgerechnet gegen ihren Ehemann, Scheich Mohammed Bin Rashid al-Maktoum, den allmächtigen Herrscher von Dubai.
Prinzessin Haya tritt während der Untersuchungen in den Ausstand. Ein weiser Entscheid, dem nun aber ein verblüffendes Urteil folgt.
Busse von 3600 Fränkli für den Scheich
Der Herrscher von Dubai wird rückwirkend für sechs Monate gesperrt und bekommt eine Busse von 3600 Fränkli aufgebrummt. «Für ihn wären auch 50000 Franken nicht einschneidend gewesen», kommentiert der Schweizer Equipenchef Rolf Grass. Er stuft die Strafe für Maktoums Tat als «viel zu harmlos» ein.
Wofür muss Scheich Maktoum 3600 Franken zahlen? Er ritt Anfang Jahr zwei Distanzrennen (120 km) mit seinem Pferd Tahhan, das positiv auf mehrere Doping-Substanzen getestet wurde. Auch Scheich-Sohn Hamdan Bin Mohammed sass schon auf einem gedopten Pferd.
Pferdetrainer für ein Jahr gesperrt
«Die Araber waren schon öfter in Dopingfälle involviert. Wiederholungstäter sollten härter angefasst werden», so Grass. «Zwölf bis 24 Monaten versprach Prinzessin Haya. Das würde notorische Sünder abschrecken.» Der 60-jährige Scheich ist kein Profi-Distanzreiter, deshalb werde ihn die Sperre bis am 3. Oktober kaum belasten.
Das Absurdeste am lächerlichen Urteil: Der Pferdetrainer des Scheichs, Abdullah Bin Huzaim, wird für ein Jahr gesperrt. Dies obwohl Prinzessin Haya ausdrücklich betont, dass der Reiter die verantwortliche Person ist und bleibt. «Sonst sähe es so aus, als wollte ich meinen Mann schützen», sagt die jordanische Königstochter in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung». Mit Samthandschuhen angefasst wird er trotzdem.
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Prinzessin Haya von Jordanien, Präsidentin des Welt-Reitverbands. (Reuters)