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Ihre EM-Goldmedaille feiert das Quartett Pius Schwizer, Steve Guerdat, Daniel Etter und Clarissa Crotta auch noch zwei Monate nach der Europameisterschaft im englischen Windsor. Komplett werden diese vier Springreiter am CSI Zürich (29. bis 31. Januar 2010) starten. Erstmals seit 14 Jahren beheimatet das Hallenstadion wieder den eigenen Europameister aus der Schweiz.
Währenddem die Organisatoren über die Neuerungen am CSI Zürich orientieren, finden in Lausanne am Internationalen Sportgerichthof (CAS) zeitgleich die Anhörungen im Doping-Fall um die Olympia-Bronzemedaille von Hongkong statt.
14 lange Monate später. Endlich, möchte man da sagen. Guerdat – neben Schwizer, Christina Liebherr und Niklaus Schurtenberger einer der vier Olympia-Reiter -, hats nicht mal gewusst.
Anhörungen vor zwei Tagen
Der norwegische Equipenreiter Tony Andre Hansen zog den Fall ans CAS weiter, nachdem der Welt-Reitverband FEI die Bronzemedaille den Schweizern zugesprochen hatte. In Hongkong waren sowohl A- wie auch B-Probe von Hansens Pferd Camiro positiv auf eine schmerzlindernde Substanz getestet worden.
Der Schweizer Equipenchef Rolf Grass: «Es ist stossend, dass mit Millionen versucht wird, Tatsachen zu verwischen.» Die Entscheidungsfindung ziehe sich jetzt bestimmt wieder Wochen hin, die Anhörung fand vor zwei Tagen statt. Doch Grass ist überzeugt, eines Tages diese Bronzemedaille in den Händen zu halten.
Ebenso Pius Schwizer. «Deshalb habe ich mein Olympia-Diplom für den 4. Platz noch gar nie ausgepackt. Das verstaubt irgendwo in einer Ecke in einer Schachtel.»
Der Oensinger sagts zwar mit einem Schmunzeln, doch die Endlos-Warterei ärgert auch ihn. Der 47-Jährige fragt zurecht: «Wie würden wohl die Norweger reagieren, wenn wir versuchen würden, etwas zu vertuschen?»
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Christina Liebherr. (Keystone)