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Wäre der dreimalige Toursieger Alberto Contador gut genug fürs Podium in Paris gewesen, würde ihm die Antipathie auch heute bei der Siegerehrung auf den Champs Élysées entgegenschlagen.
Doch das bleibt ihm erspart. Denn diese Tour, die für ihn unter keinem guten Stern stand, wird der 28-Jährige nur auf Rang 5 beenden. In den Massensturz auf der 1. Etappe verwickelt, schleppte Contador von Beginn an einen Minuten-Rückstand mit. Zwei weitere Stürze und ein geschwollenes Knie setzten ihm weiter zu.
Dass er seiner Form vom Giro-Sieg Ende Mai ein gutes Stück hinterherfuhr, deutete sich schon in den Pyrenäen an und war seit seinem Einbruch auf der Galibier-Etappe endgültig klar.
Erklärungsversuche reichen von der schwierigen Vereinbarkeit von Giro und Tour über die Verunsicherung durch den laufenden Doping-Fall von der Tour 2010 (CAS-Urteil im August) bis zur fehlenden «medizinischen Nachhilfe» früherer Jahre.
Letzteres animierte einen Zuschauer auf der Alpe-d’Huez-Etappe dazu, als Arzt verkleidet Contador «nachzuhelfen». Doch der hatte endgültig genug und entlud seinen Frust mit einem gezielten Schlag.