Tour de France Trotz Doping ein Geschäft

  • Publiziert: 06.07.2007, Aktualisiert: 14.01.2012
  • von Uli Rotzinger

ZÜRICH – Das Team Astana gehört zu den Tour-Favoriten. Der Ausrüster BMC von Andy Rihs und Team-Manager Marc Biver profitieren vom Radboom.

Morgen startet in London die 94. Tour de France. Neu in den Startlöchern steht Astana. Das kasachische Radteam fährt mit Schweizer Lizenz und auf Rennvelos der Marke BMC.

Für die Grenchner Fahrradschmiede ist «Le Tour» eine Werbeplattform par excellence. «Es gibt keine bessere Bühne als solche Rennen», sagt Andy Rihs zu CASH daily. Der Phonak-Chef und Hauptaktionär von BMC ist bis 2009 offizieller Ausrüster von Astana.

Die 29 Teamfahrer bekommen insgesamt 150 Rennmaschinen gestellt – ein Materialwert von knapp 2 Millionen Franken. «Dazu kommt noch ein Betrag in Cash», so Rihs. Das sei heutzutage normal.

Durch das Sportsponsoring läuft es rund bei BMC: 27 Millionen Franken will Rihs in diesem Jahr umsetzen. Mit jährlichen Wachstumsraten von 40 Prozent soll es weitergehen. «In etwa drei Jahren haben wir die 100-Millionen-Franken-Grenze geschafft.»

Weiter forciert werden soll der Ausbau zur Life-Style-Company. Geplant sind etwa eine zweite Velo-Linie und der Zukauf von Bekleidungsmarken. BMC ist Teil der Dachgesellschaft International Sport Holding. Den Börsengang plant Rihs in 3 Jahren.

An der Tour brillieren will mit Rihs auch ein zweiter Schweizer: Der Team-Manager Marc Biver setzt auf einen Etat von 12 Millionen Euro und Profis wie den Kasachen Alexander Winokurow.Biver hat sein Ziel gesteckt: «Wir treten an, um zu siegen.»

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