BMC-Profi gesteht EPO-Missbrauch Thomas Frei erklärt: «So täuschte ich die Kontrolleure»

  • Publiziert: 27.04.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Hans-Peter Hildbrand

Wie der BLICK in der Ausgabe vom Dienstag angekündigt hat, gesteht der Schweizer Radprofi Thomas Frei seinen Dopingmissbrauch an einer Pressekonferenz.

Der Schweizer Radprofi Thomas Frei (25) hat betrogen. Er wurde am 21. März mit Epo im Körper erwischt. Jetzt gibt er alles zu.

Angefangen hat er im letzten Sommer, nach der Österreich-Rundfahrt.
Mit ganz kleinen Dosen des Hormons Epo. Das Dopingmittel Epo regt die Produktion roter Blutkörperchen an, die den Sauerstoff transportieren. Je mehr rote Blutkörperchen vorhanden sind, desto mehr Sauerstoff gelangt in die Muskeln. Das Mittel – eigentlich gedacht für Nierenkranke und Krebspatienten – kann seit 10 Jahren in Urin und Blut nachgewiesen werden.

Was bringt Epo? Bei einer Gesamtlänge der Tour de France von 3500 km würde der Vorsprung gegenüber einem nicht gedopten Radprofi rein rechnerisch 175 km betragen – eine Etappenlänge.

Thomas Frei setzte Epo «vor allem zur Regeneration ein», wie er sagt. «Ich verlor einfach die Geduld. Ich wollte schneller besser werden. Jetzt trage ich die Konsequenzen.» Sein Team BMC hat ihn sofort entlassen.

Ob Frei seinen Lieferanten bekannt geben wird, ist noch offen. «Ich habe ein hängiges Disziplinarverfahren von Antidoping Schweiz und kann im Moment nichts sagen.» Frei zweifelt: Soll er diesen Lieferanten, der ihm geholfen hat, verraten? «Anderseits könnte er ja auch andere junge Sportler mit Epo versorgen, was ich verhindern könnte.»

So betrog Frei

Wie Frei meint, sei die positive Probe ein Zufallstreffer für die Doping-Bekämpfer. Bei genügender Flüssigkeitsaufnahme am Abend zuvor hätte er keine auffälligen Werte geliefert – so wie immer. Allerdings hat er diesmal das Trinken vernachlässigt und wurde so erwischt.

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