Der Schweizer Rad-Star Fabian Cancellara nimmt Stellung zur Doping-Affäre.
«Es ist enttäuschend und eine traurige Situation», sagt Fabian Cancellara (31) zu den neusten Enthüllungen im Fall Lance Armstrong. Wenn man zehn Jahre alte Sachen ausgrabe, dann sei es doch logisch, dass noch etwas ans Licht komme.
Cancellara nimmt gegenüber Blick am Abend kein Blatt vor den Mund: «Es ist so, dass sie ihn bodigen wollten, und das haben sie auch geschafft. Ob es gut ist oder schlecht, weiss ich nicht.» Und weiter: «Natürlich war es eine andere Ära im Radsport. Mit den jungen Fahrern, die jetzt kommen, ist Hoffnung da, dass es zu Ende ist.»
Seine Rad-Saison hatte der Berner bereits nach dem Olympia-Zeitfahren in London am 1. August beendet und sich seither rar gemacht. Er verzichtete auf die WM im September und liess sich zwischenzeitlich den 10-cm-Nagel aus der Schulter operieren. Dieser war ihm nach dem Schlüsselbeinbruch im Frühling eingesetzt worden. Zehn Wochen nach Olympia lud Cancellara ausgerechnet heute die Medien aufs Jungfraujoch (3471 m hoch) – Top of Europe.
Das hat Symbolcharakter. Der Schweizer will nächstes Jahr wieder ganz nach oben, an die Spitze. Zum Start dieses Vorhabens wollte Cancellara etwas machen, das nicht alltäglich ist.
Die lange Pause hat dem Velo-Star gut getan. «Ich habe diese Zeit gebraucht, um die Stürze zu verarbeiten. Ich konnte viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Dinge machen, die ich vielleicht sonst verpasst hätte», sagt Cancellara.
Cancellara ist gelassen, was die Zukunft und das Jahr 2013 betrifft. «Das Strassentraining beginnt schon bald wieder. Zielsetzungen sind auch schon da. Im Fokus werden sicher der Frühling und dann der Herbst mit der WM stehen», erzählt er.
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