Radprofi nach Selbstmordversuch im Spital

  • Publiziert: 07.06.2007, Aktualisiert: 03.01.2012

MAILAND – Der belgische Radprofi Frank Vandenbroucke wurde am Mittwoch nach einem Selbstmordversuch ins Mailänder Spital Fornaroli di Magenta eingeliefert. Gemäss den Ärzten ist der Zustand des 32-Jährigen ernst, aber nicht lebensbedrohend.

Vandenbroucke galt einst als grosse belgische Rad-Hoffnung. Von seinem Profi-Debüt 1994 bis 1999 feierte der Belgier 51 Siege, darunter 1999 beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. 1996 gewann er die Österreich-Rundfahrt. Seit 2000 ist es allerdings sportlich ruhig geworden um den aktuellen Profi von Acqua e Sapone, der seither nur mit Doping-Anschuldigungen und Depression kämpfte.

Die Polizei hatte bei Vandenbroucke im Jahr 2002 bei einer Razzia Dopingprodukte (EPO, Testosteron, Morphium und Wachstumshormone) gefunden, worauf er von den flämischen Sportverbänden zwischen September 2002 und März 2003 gesperrt worden war. Die Medikamente seien für seinen Hund bestimmt gewesen, sagte der Profi damals.

Der einstige Hoffnungsträger Vandenbroucke gab später zwei Jahren die Einnahme von Wachstumshormonen, EPO, Amphetaminen, Steroiden und Morphin zu. Wegen Besitzes und Einfuhr von Dopingmitteln und Drogen wurde er zu einer Busse von 250 000 Euro verurteilt.

Schon 2002 war der Belgier nach einer Hausdurchsuchung für 18 Monate gesperrt worden, und 2006 hatte er für Aufsehen gesorgt, als er mit einer gefälschten Lizenz Rennen bestritt. (mw/si.)

Top 3

1 Walliser Tages-16. Tschopp schnuppert am Giro an den Top Tenbullet
2 De Gendt gewinnt Hammer-Etappe Giro-Leader Rodriguez baut Vorsprung ausbullet
3 Platz 14 im Zeitfahren Cancellara sucht noch seine Formbullet

Rad