Einen Monat nach dem Ablauf seiner Doping-Sperre lacht Alberto Contador (29) wieder. Er fährt am Sonntag im roten Leadertrikot in seine Heimatstadt Madrid ein und wird die 67. Spanien-Rundfahrt gewinnen.
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Alberto Contador geht als Leader in die letzten Etappe der Vuelta nach Madrid.
(Reuters)Der fünfte Gesamtsieg an einer dreiwöchigen Rundfahrt ist für den 29-Jährigen vom Team Saxo Bank nur noch Formsache. 2007 und 2009 gewann Contador die Tour de France, vor vier Jahren entschied er sowohl den Giro d'Italia als auch erstmals die Vuelta für sich. Seine Siege 2010 und 2011 an Tour und Giro wurden wegen Dopings aberkannt.
35 Tage nach dem Ende seiner Dopingsperre wird die letzte Etappe über 105 km von Cercedilla nach Madrid zur grossen Triumphfahrt für Contador. In der alles entscheidenden Königsetappe bleibt der Träger des roten Leadertrikots ungefährdet. Der Spanier, der sich am Mittwoch die Gesamtführung an sich gerissen hat, büsst auf den letzten Kilometern lediglich 19 Sekunden auf den Gesamtzweiten Alejandro Valverde ein. Die Leaderposition gerät auf der äusserst anspruchsvollen Etappe zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Joaquim Rodriguez vermag gegenüber Contador immerhin 44 Sekunden wettzumachen, sich in der Gesamtwertung rangmässig jedoch nicht zu verbessern. Er wird die Rundfahrt aller Voraussicht nach als Dritter beenden.
Als Erster auf dem auf 2247 Metern über Meer gelegenen Ziel auf dem Bola del Mundo, dem höchsten Punkt der diesjährigen Vuelta, trifft Denis Mentschow ein. Den Angriff des 34-jährigen Russen vom Team Katjuscha, der 2005 und 2007 die Vuelta gewonnen hat, kann sein letzter Begleiter Richie Porte kurz vor dem Ziel nicht mehr kontern. Der 27-jährige Australier muss damit weiterhin auf einen Etappensieg an einer dreiwöchigen Rundfahrt warten.
Beide gehören einer anfänglich 20 Fahrer umfassenden Fluchtgruppe an, die sich 15 km nach dem Start vom Hauptfeld gelöst hat. Ihr maximaler Vorsprung beträgt 11 Minuten, vor dem happigen Schlussaufstieg immer noch fünf Minuten.
Den Kampf um das Bergtrikot gewinnt mit Simon Clarke erstmals ein Australier. Der 26-Jährige vom Team Orica GreenEdge lässt sich bei den ersten drei Bergpreisen des Tages jeweils die maximale Punktzahl gutschreiben, während sein grösster Konkurrent, Joaquim Rodriguez, der Fluchtgruppe nicht angehört. Damit fällt die Entscheidung bereits vor dem finalen Aufstieg zur Bola del Mundo. (Si/sme)
1. Denis Mentschow (Russ).
2. Richie Porte (Au) 0:17 zurück.
3. Kevin de Weert (Be) 0:42.
Gesamtklassement:
1. Alberto Contador (Sp)
2. Alejeandro Valverde (Sp) 1:16.
3. Joaquim Rodriguez (Sp) 1:37.
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