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Mark Cavendish – normalerweise bärenstark – ist ausser Form. Kommt er bis Samstag auf Touren?
24 Rennen hat der Brite letztes Jahr gewonnen. Darunter sechs Etappen der Tour de France. Und bei seinem ersten Start gleich den Klassiker Mailand-Sanremo. Er gehört auch am Samstag zu den ganz grossen Favoriten.
Aber er hat in diesem Frühjahr noch kein Rennen gewonnen. Er wird zum Gespött. Anfang März schaffte er als bisher bestes Ergebnis einen zweiten Platz bei einem eher unbedeutenden Rennen in Spanien. «Er ist nicht in Form und hat Gewichtsprobleme», lästert Kollege Theo Bos (Ho). Und brüstete sich mit der tollen Erfahrung, Cavendish geschlagen zu haben.
Dass Cavendish nicht in Topform ist, weiss man auch in seinem Team Columbia. «Aber das mit Gewichtsproblemen ist Unsinn», sagt der Sportliche Leiter Rolf Aldag (De). «Sein Gewicht ist bald das einzige, was uns glücklich macht.»
Eine Zahnoperation im Winter hat Cavendish zurückgeworfen. Ein Schneidezahn musste gezogen werden, die Wunde entzündete sich, was den Briten drei Wochen lang am Training hinderte. Während dieser Zeit habe er nur Suppe essen können, erzählt Aldag, deshalb könne er auch kein Übergewicht haben.
2009 hatte Cavendish vor Mailand-San Remo bereits fünf Siege auf dem Konto. Jetzt stehen erst ein vierter Rang und eben jener zweite Platz bei der Clasica de Almeria (Sp) zu Buche.
Mark Cavendish ist der beste Sprinter. Mit einer sehr direkten, oft auch unflätigen Art eckt er oft an. Aldag spricht von seinem Leader als sehr emotionalen Menschen. Bei einer Niederlage könne er schnell aggressiv werden, bei einem Sieg dann aber auch einfach losheulen. Wie wird er am Samstag nach 17 Uhr reagieren.