Cancellaras Abschied auf dem Höhepunkt «Rio – der schönste Sieg meiner Karriere»

Cancellaras zweite Karriere-Hälfte ist wie eine Achterbahnfahrt. Triumphale Siege und herbe Rückschläge im Wechsel.

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Bis zum Jahr 2010 hat Fabian Cancellara schon reichlich Lorbeeren gesammelt. Olympia-Gold, vier WM-Titel, Klassiker-Siege bei Paris–Roubaix und Mailand–San Remo. Was noch fehlt, ist ein grosser Erfolg im Mutterland des Radsports: Belgien, genauer gesagt Flandern. «Um als ‹Flandrien› geehrt werden zu können, musste ich erst einmal die flä­mische Radsportkultur verstehen und annehmen, was auch den Genuss vieler Pommes und starker Biere beinhaltete. Danach musste ich nur noch die Rundfahrt gewinnen.»

Klingt wie ein Sieg im Vorbeigehen. Und genau so macht er es am 4. April 2010. An der berühmten Mauer von Geraardsbergen lässt er den grossen Favoriten und Lokalmatadoren Tom Boonen einfach stehen und holt in nur ein paar Sekunden einen vorentscheidenden Vorsprung heraus. «Der Angriff an der Mauer war nicht geplant. Ich wollte einfach so schnell wie möglich oben ankommen, damit es vorbei war», erinnert sich Cancellara in der Biografie. Seine haushohe Überlegenheit in diesem Anstieg lässt Gerüchte über einen angeblichen Motor in seinem Velorahmen aufkommen. Motordoping? «Noch bis zum heutigen Tag werde ich darauf angesprochen. Das nervt mich immer noch sehr.»

Doch Cancellara lässt sich nicht beirren, fährt in den Folgejahren weitere grosse Klassiker-Siege ein. Dreimal Roubaix und dreimal Flandern – in einer Liga mit Boonen, Johan Museeuw, Roger De Vlaeminck, Eddy Merckx und Rik Van Looy.

Doch die Siege fallen ihm nicht einfach in den Schoss. Rückschlage, bittere Niederlagen und schlimme Stürze wechseln sich mit den grossen Triumphen ab. «Wenn ich gut bin, mache ich oft die dümmsten Fehler. Dann bin ich übertrieben zuversichtlich und mache Fehler, die nicht passieren dürften.»

Auch in seinem Abschiedsjahr 2016 will nicht alles klappen, was er sich vorgenommen hat. Und doch gelingt ihm zum Abschluss noch der grosse Coup. In Rio holt Cancellara sein zweites Olympia-Gold im Zeitfahren. «Dieser Sieg war der schönste in meiner Karriere. Der ultimative Traum – am höchsten Punkt der Karriere aufhören zu können.»

Publiziert am 04.11.2016 | Aktualisiert am 12.11.2016
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  • Daniel  Mäusli , via Facebook 04.11.2016
    Hi Fäbu wir keenen uns seit du Schülerrennen gefahren hast und ich konnte Deine Karriere hautnah mitverfolgen. Einfach eine absolute Top Kariere welche alles abverlangt. Viel musstest Du anhören ist halt typisch schweizerisch aber die über all die Jahre erzielten Resultate sind einfach genial und so schnell nicht zu topen. Wir können stolz auf Dich und Deine Erfolge sein und ich wünsche Dir und Deiner Familie all the best......wir sehen uns wieder ein ganz grosser tritt vom Spitzensport ab