Zweiter Sieg für Sagan Bahnschranke sorgt für Wirbel an Tour de Suisse

Der Slowake Peter Sagan gewinnt im Sprint die dritte Etappe der Tour de Suisse über 194,7 Kilometer von Martigny nach Aarberg. Rui Costa bleibt Leader.

  • Publiziert: 11.06.2012
  • Von Marc Ribolla

Schon kurz nach dem Start in Martigny reissen die drei Fahrer Jonas Vangenechten (Bel, Lotto), Michael Morkov (Dä, Saxo Bank) und Guillaume Bonnafond (Fr, Ag2R) aus. Die Strassen sind auf dem Weg vom Wallis in den Kanton Bern nass, immer wieder regnet es.

Der Maximalvorsprung des Trios beträgt rund 100 Kilometer vor dem Ziel knapp 11 Minuten. Das Feld macht unter der Führung der Sprinterteams dann Dampf von hinten und holt langsam bis auf einen Rückstand von sieben Minuten auf.

Für Aufregung im Feld sorgt dann ein Bahnübergang bei Murten, rund 59 Kilometer vor dem Ziel. Der Peloton wird in zwei Teile gerissen, weil der vordere Teil den Bahnübergang irregulär noch passiert. Darunter befinden sich vor allem Fahrer der Teams Movistar mit Leader Costa und Liquigas.

Renndirektor Beat Zberg schreitet ein und bremst den ersten Teil des Pelotons trotz Fahrerprotesten zurecht ab. Nach einigen Minuten sind die beiden Felder wieder vereinigt. Der Vorsprung des Spitzentrios hat sich jedoch wieder auf über acht Minuten vergrössert.

Vangenechten verliert kurz nach der ersten Zielpassage in Aarberg den Kontakt zur Spitze. Morkov und Bonnafond setzen ihre Flucht zu zweit fort. Der Vorsprung schrumpft aber wie Schnee in der Frühlingssonne. Zwie Bergpreise tragen dazu bei, dass die Verfolger rasch näher kommen.

Hart für die Flüchtlinge: rund 500 Meter vor dem Ziel werden sie eingeholt. Es kommt zum Sprint in Aarberg. Dort hat der Sieger der ersten Etappe, der Slowake Peter Sagan, die schnellsten Beine. Der 24-Jährige siegt vor dem Australier Baden Cooke.

Sagan hat riesiges Glück, als er in der zweitletzten Kurve aus der Pedale gleitet und einen Sturz nur knapp vermeiden kann.

Der Portugiese Rui Costa kann sein Leadertrikot verteidigen und liegt weiterhin acht Sekunden vor Fränk Schleck und 15 Sekunden vor Roman Kreuziger. Sagan ist weiterhin Punkteleader.

76. Tour de Suisse. 3. Etappe, Martigny - Aarberg (194,7):
1. Peter Sagan (Slk) 4:35:32.
2. Baden Cooke (Au).
3. Ben Swift (Gb).
4. Jacopo Guarnieri (It).
5. Allan Davis (Au).
6. Jauheni Hutarowitsch (WRuss), alle gleiche Zeit.


Ferner der beste Schweizer:
19. Grégory Rast (Sz).

Alle Kommentare (6)

  • Carlo  SCHNEIDER
    Was Beat Zberg "zurecht" macht, heisst das Rennen neutralisieren, aber dann müssen alle Rennfahrer, auch die Ausreissergruppe warten. Ich sah vor 2 Wochen einen Zug an einer Bahnschranke Halten um eine Gruppe Passagiere einsteigen zu lassen, die verspätet waren. Hier könnte die SBB auch etwas flexibler sein und 1 Minute stoppen.
    • 11.06.2012
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  • Paul  M
    Sauerei das da ein Zug durchfärt; sowas könnte man wirklich vermeiden! Wäre wohl kaum zuviel verlangt die Strecke in Absprache zwischen Rennleitung und SBB für eine Stunde zu sperren...
    • 11.06.2012
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    • Markus  Schüpbach , via Facebook
      Warum in Gottes Namen soll den der ÖV seinen Fahrplan verändern wegen ein Paar Drahtesel? Die Autofahrer müssen ja auch warten!
      • 11.06.2012
      • als Kommentar auf Paul  M
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  • Franz  Gastl , via Facebook
    Das ist keine Tour de Suisse mehr wie frührer. Es wird jeden Tag irgendwo anders gestartet anstatt am Etappenziel am anderen Tag weiterzufahren. Früher war auch die offene Rennbahnin Zürich Oerlikon jedes Jahr Schlussziel.
    • 11.06.2012
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    • Georg  Huber
      Kennst du den Unterschied von früher zu heute? Erstens sind das viele jahre seit her und zweitens ist es ein sehr grosser Betrag für die Veranstalter was das kostet, Ankunft und Start am andern Tage, und die offene Rennbahn ist auch nicht mehr für jeden geeignet. Oder warum müssen immer die Zürcher die letzte Etappe haben?
      • 11.06.2012
      • als Kommentar auf Franz  Gastl
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    • Beat  Steiner , Zug
      Georg Huber warum muss es immer Paris sein oder Mailand......Auch schon was von Tradition gehört?
      • 12.06.2012
      • als Kommentar auf Franz  Gastl
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