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Ronnie Schildknecht im Chat mit Blick.ch Sportredaktor Raphael Fiore.
Lesen Sie hier das vollständige Chat-Protokoll
Fränzi, Biberist: ich kann mr nicht vorstellen, dass es Spass macht sich neun Stunden zu quälen? Irre ich mich?
Ronnie Schildknecht: Es ist alles eine Frage des Trainings. Wenn es läuft, dann macht es selbstverständlich Spass. Weniger, wenn es mal nicht so gut läuft. Aber genau das macht ja den Ironman aus.
Fränzi, Biberist: Wieviele Stunden trainierst du pro Woche?
Ronnie Schildknecht: Zwischen 20 und 35 Stunden. In der Grundlagenphase (Jan-Feb) sind es bis zu 35 Stunden in einem tiefen Pulsbereich (wo man sich noch unterhalten kann). In der Vorwettkampfphase bis zu maximal 30 Stunden. Doch diese sind eher intensiver.
Sereina Halder, Wangen bei Olten: Beim Bahn-Radrennen haben Senioren gewonnen. Wäre dies auch im Triathlon möglich?
Ronnie Schildknecht: Der älteste Gewinner war auch beim Gewinn des Ironman in Hawaii schon 38 Jahre alt. Von daher ist es sehr wohl möglich, als Jungsenior Erfolge zu feiern. Das ideale Alter liegt zwischen 30 und 35 Jahren.
Alex Zülle hat einmal gesagt, er denke auf dem Velo an Sex. Wie ist das bei Ihnen
Ronnie Schildknecht: Ist mir persönlich noch nie passiert. Aber danke für den Tipp.
urs, brülisau: Welchen Chancen Victor Röthlin beim Marathon?
Ronnie Schildknecht: Er hat sich extrem gut vorbereitet (in der Höhe in St. Moritz). Ich denke die Tagesform wird entscheiden, alles ist möglich. Eine Medaille ist sicherlich möglich.
Heinz. Zürich: Was tun Sie eigentlich, wenn Sie mal nichts tun? Machen Sie dann auch Sport oder könne Sie einfach faulenzen?
Ronnie Schildknecht: Sehr gerne faulenzen. Die Olympischen Spiele verfolge ich auch sehr intensiv. Tennis spiele ich ab und an mit meinen Freunden. Ansonsten würde ich mich eher als Geniesser bezeichnen, der auch einmal ein Glas Wein trinkt.
Mario Ganz, Zürich: Sali Ronnie – Welcher Zeitpunkt ist für Dich der schwierigste während eines Triathlon? Wie überwindest du dann den Inneren «Schweinehund"?
Ronnie Schildknecht: Mit positiven Denken ist vieles möglich. Das wird aber natürlich auch schon im Training umgesetzt. Nur im Wettkampf wäre dies nicht möglich – das ist eigentlich ein routinierter Ablauf.
urs, brülisau: Sind alle Sportler gedopt? Bzw. Kann man nur mit Doping die Olympischen Spiele überstehen?
Ronnie Schildknecht: Nein, selbstverständlich nicht. Ich bin der festen Überzeugung, das Spitzenleistungen auch ohne illegale Hilfsmittel möglich sind. Allerdings denke ich, dass Doping schon immer ein Thema war und Thema bleibt.
Sascha, Richterswil: Hallo Ronnie, wieviel trägt dein Material bei um solche Radzeiten zu erreichen? Würde dies auch mit einem \"normalen Drahtesel\» gehen. Gruss Sascha:
Ronnie Schildknecht: Das Material macht auf 180 Kilometer minutenmässig ca. fünf bis acht Minuten aus. Zu einem top ausgestatteten Rad gehört ein: Schnittiger Rahmen, ein Scheibenrad und ein Zeitfahrlenker. Das wohl entscheidenste ist aber die Position auf dem Rad. Dort kann man am «günstigsten» Zeit sparen.
Hübi Gmür, Schmerikon. Hey Ronnie, Olympia das wär doch 2012 mal was für dich?? Oder wird dies kein Ziel von dir sein??
Ronnie Schildknecht: Ciao Hübi! Da müsste ich erst einmal etwas schneller werden im schwimmen. Die Chancen sind somit wohl eher klein. Grundsätzlich schlägt mein Herz für den Ironman.
marc strimer, adetswil: Ist Triathlon, in der extremen Form wo du in betreibst, gesund?
Ronnie Schildknecht: Das Training ist sicherlich gesund. Der Wettkampf ist aber eine extreme Belastung für die Gelenke (besonders beim Marathon). Eine Erholungszeit dauert etwa 4 bis 6 Wochen, bis ich mich wieder einigermassen gut fühle.
marc strimer, adetswil: Wie sieht dein Menü-Plan in der Wettkampf-Vorbereitung aus?
Ronnie Schildknecht: Ich ernähre mich drei bis vier Tage vor dem Wettkampf in Form von Pasta (Tomatensauce ist erlaubt). Sicher genügend trinken, eher Wasser und elektrolytische Getränke. Insgesamt sind es eigentlich drei «normale» Mahlzeiten.
Roman, Kloten: Hallo Ronnie, gib alles auf Hawaii. Du packst es!
Ronnie Schildknecht: Vielen Dank. Dafür gehe ich jetzt nach San Diego in die Vorbereitung, um dort in Topform zu kommen. Dann werde ich in Hawaii zuschlagen!
marc strimer, adetswil: Sieht man den Schweizer Ironman auch mal an einer Bar, wo er es so richtig mit Bier und anderen körnigen Drinks krachen lässt?
Ronnie Schildknecht: Zu gegebener Zeit könntest Du mich schon einmal an einer Bar antreffen. Meistens aber in der Off-Season (November bis Dezember). Oder auch nach dem Ironman in Zürich wirds schonmal lustig.
Sara, Bern: Hallo Ronnie, habe dich live am Ironman in Zürich bewundern können, muss sagen, du bist ein ganz sympathischer «Kärli», wünsche dir weiterhin viel Erfolg und alles Gute.
Ronnie Schildknecht: Vielen dank für das Kompliment. Vielleicht sehen wir uns ja am nächsten Ironman wieder – kannst ja auch einmal starten, macht Spass, glaubs mir.
yvonne solothurn: wie bist du mit deinem bmc zufrieden?
Ronnie Schildknecht: Ich bin mit meinem Velo sehr zufrieden. Ich fahre aber ein Custom-Rad, das speziell auf mich zugeschnitten ist. Sicherlich eines der schnellsten auf dem Markt.
urs, brülisau: Beim längeren Joggen tun mir die Knie weh. Was mach ich falsch?
Ronnie Schildknecht: Ich würde Dir empfehlen zu einem Laufspezialisten zu gehen. Der Schuh muss natürlich Deinem Fuss und Deinem Laufstil entsprechen. In einem weiteren Schritt könnte man auch Einlagen in Betracht ziehen. Aber grundsätzlich sollte es nicht schmerzen. Auch ein Laufcoach wäre sicherlich nicht falsch, der grundsätzliche Fehler eruieren kann.
Philipp Sidler, Oberägeri: Könntest du dir vorstellen nach Karrierenende einmal das RAAM (Race across America) zum Plausch zu fahren?
Ronnie Schildknecht: Alleine würde ich das RAAM sicherlich nicht fahren. In der Gruppe mit Freunden könnte ich es mir aber durchaus vorstellen, wäre sicherlich eine coole Erfahrung.
marc strimer, adetswil: Wie viel Kapital lässt sich aus dem Titel Schweizer Ironman schlagen?
Ronnie Schildknecht: Die Reise nach Hawaii kann ich mir auf jeden Fall leisten :)
Sascha, Richterswil: Ich wünsche dir für den Ironman Hawaii alles gute und viel erfolg. Ich werde das Rennen übers Internet verfolgen und hoffe, dich möglichst weit vorne zu sehen.
Ronnie Schildknecht: Merci! Ich hoffe in Hawaii einen super Tag einzuziehen und meinen bisher besten 15. Rang zu verbessern. Schön, dass Du dabei bist und mir unter www.ironmanlive.com die Daumen drückst.