Reiten: Medaille liegt auf Eis

  • Publiziert: 22.08.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

Das Schweizer Reitteam muss sich gedulden. Frühestens Anfang Oktober wird das FEI-Schiedsgericht die Sanktionen gegen die fehlbaren Reiter aussprechen.

Eigentlich wurden die Resultate der B-Probe für heute 10.00 Uhr erwartet. Die Öffnung erfolgt nun aber erst am Samstag.

Noch länger dauert es, bis das Tribunal des Weltverbandes die Sanktionen umsetzen wird. Bis am 6. Oktober hat das FEI-Schiedsgericht nach Reglement Zeit, Urteile zu fällen und Resultate zu korrigieren.

Es besteht kein Zweifel

Es besteht jedoch nach den positiven A-Proben bei den Pferden Camiro von Tony André Hansen (No), Cöster von Christian Ahlmann (De), Chupa Chup von Bernardo Alves (Br) und Lantinus von Denis Lynch (Irl) kein Zweifel, dass die des Dopings überführten Reiter disqualifiziert und deren Resultate aus der Rangliste gestrichen werden. Demzufolge würde Norwegen, das erstmals olympisches Edelmetall gewann, die Mannschafts-Bronzemedaille an die Schweiz abtreten müssen.

«Wir rechnen fest damit. Vorschriften sind da, um eingehalten zu werden. Ich bin strikte gegen jede illegale Verabreichung von Medikamenten und lehne jede Art von Doping und Manipulation ab. Die Nulltoleranz muss durchgesetzt werden. Tiere können sich ja nicht wehren», sagt der Schweizer Equipenchef Rolf Grass.

Verbotenes Chili

Die verbotene Medikation von Capsaicin, das auch in der Humanmedizin verwendet wird, wird in Pasten oder Lotion verabreicht. Capsaicin ist ein Bestandteil der Chilischote und kann zur Durchblutungsförderung aber auch zur Schmerzbehandlung verwendet werden. (Si/sme)

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