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Der Jamaikaner verbesserte am Vorabend seines 22. Geburtstags die legendäre Marke von Michael Johnson aus dem Jahr 1996 in Atlanta um zwei Hundertstel auf 19,30. Bolt realisierte damit nach seinem Erfolg über 100 m das erste Sprint-Double seit 24 Jahren. Zuletzt gelang dies Carl Lewis 1984 in Los Angeles.
Shawn Crawford, der Olympiasieger von 2004 in Athen, und Walter Dix rückten Aufgrund von Disqualifikationen auf das Podest vor. Nachdem bereits der ursprünglich drittplatzierte Wallace Spearmon nachträglich wegen Übertretens der Linie disqualifiziert wurde, ereilte selbes Schicksal auch Churandy Martina. Der Mann von den holländischen Antillen war auf den zweiten Platz gelaufen.
Bolt ist erst der sechste Sprinter in der Geschichte, der beide Weltrekorde über 100 und 200 m hält. Der letzte war sein Landsmann Don Quarrie 1976 bis 1979, der in Montreal ebenfalls Olympiasieger über die längere Sprintstrecke wurde.
Erstmals seit acht Jahren, als der Grieche Kostas Kenteris überraschend in Sydney siegte, stand wieder ein Nicht-Amerikaner zuoberst auf dem ansonsten von den US-Läufern beherrschten 200-m-Podest.
Nach Peking war Bolt mit den drei schnellsten 200-m-Zeiten des Jahres gekommen. Sein persönliches Bestergebnis von 19,67, das er im Juli in Athen lief, pulverisierte er nun um 0,37 Sekunden.
Vor dem Final hatte er angekündigt: «Ich werde jetzt mein Herz rennen lassen.» Und über seine Tanzeinlagen, mit denen er auch heute seinen Sieg feierte, meinte er: «Das bin einfach ich. Ich liebe es zu tanzen und will Freude haben. Man kann nicht allzu ernst sein bei dem, was man tut.» (Si/fk)