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Sie laufen schnell, und gut jubeln können sie auch: Usain Bolt (links) mit Asafa Powell. (Reuters)
Nach den Siegen über 100 m (9,69) und 200 m (19,30) pulverisierte Bolt mit seinen 4x100-m-Staffelkollegen die 16 Jahre alte Bestmarke der USA um drei Zehntel und setzte die neue Marke bei 37,10.
Bolt übernahm den Stab gleichauf mit zwei anderen Teams vor der zweiten Kurve und setzte sich sofort ab. Mit Vorsprung übergab er an den zweitschnellsten Läufer der Geschichte, Ex-Weltrekordler Asafa Powell, der eine gewaltige Zielgerade hinlegte. Für Powell, den «ewigen Verlierer» an Grossanlässen, war dies der erste Titel. Gleichzeitig war es auch der erste Olympiasieg einer jamaikanischen 4x100-m-Männerstaffel.
Die Favoriten behielten damit im Final klar die Oberhand, nachdem die Amerikaner wegen einem peinlichen Stabverlust im Vorlauf ausgeschieden waren. Trinidad und Tobago gewann Silber mit fast einer Sekunde Rückstand (38,06), Japan Bronze in 38,15.
Bolt tritt mit dem Sieg des Sprint-Triples in Peking die Nachfolge von Leichtathletik-Legende «King Carl» Lewis an: Dieser gewann 1984 in Los Angeles ebenfalls Olympia-Gold sowohl über 100 und 200 als auch über 4x100 m.
Jamaikanerinnen mit Wechselfehler
Die jamaikanische Frauenstaffel dagegen trat in die Fussstapfen der unglückseligen US-Männer von Peking. Der Super-Sprintertruppe mit den Einzel-Olympiasiegerinnen Shelly-Ann Fraser (100 m) und Veronica Campbell-Brown (200 m) blieb der totale Triumph versagt. Im 4x100-m-Final schied das karibische Quartett nach einem Wechselfehler aus. Kerron Stewart war zu früh losgestürmt. (Si/fk)