Die Schweiz erbt Bronze von Norwegen

  • Publiziert: 21.08.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

Sechste Medaille für die Schweiz! Wegen Dopings erben unsere Springreiter im Teamwettkampf die Bronzemedaille.

Dies weil die vier Springreiter Tony André Hansen (No), Denis Lanch/Irl), Christian Ahlmann (De) und Bernardo Alves (Br) an den Olympischen Spielen in Hongkong offiziell des Dopings an ihren Pferden überführt und ausgeschlossen worden. Bei allen Pferden wurde Capsaicin nachgewiesen.

Die logische Folge: Die Schweiz wird deshalb die Team- Bronzemedaille von Norwegen erben, sofern die B-Probe die ersten Ergebnisse bestätigt.

Hansens Punkte werden gestrichen

Da Hansens Spitzenergebnisse gestrichen und durch die weit schlechteren Resultate von Stein Endresen ersetzt werden, wird die Schweizer Equipe mit Christina Liebherr/No Mercy, Pius Schwizer/ Nobless, Niklaus Schurtenberger/Cantus und Steve Guerdat/Jalisca Solier mit 30 Punkten vom ursprünglich vierten auf den dritten Platz hinter Olympiasieger USA und Kanada vorrücken. Die B-Probe wird am Freitag 10.00 Uhr erwartet. (Si/sme)

Gold für Lamaze

Im Einzel-Springen gab es ein Stechen um Gold zwischen Rolf-Göran Bengtsson (Sd/Ninja) und Eric Lamaze (Ka/Hickstead). Lamaze setzte sich am Ende durch. Steve Guerdat (Jalisca Solier) beendete die Prüfung als bester Schweizer nach einem Fehler im zweiten Umgang als Zehnter.

Auch Deutschland betroffen

Wie das deutsche Fernsehen berichtete, wurde beim Wallach Cöster von Christian Ahlmann die Substanz Capsaicin nachgewiesen, welche einen durchblutungsfördernden Effekt aufweist. Dies teilte die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) mit. Obwohl erst die A-Probe vorliegt, wurde Ahlmann mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen.

Somit kommt eine neue Regel der FEI zum Zug, nach der ein Reitgespann bereits nach der positiven A-Probe vom Wettkampf ausgeschlossen wird.

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