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Eigentlich gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass nur langjährige und erfolgreiche Olympioniken die Flagge ihres Landes präsentieren dürfen. Doch angesichts der Teilnahme ihres berühmtesten Sportexports hat sich die deutsche Delegation diesmal für Dirk Nowitzki (30) entschieden.
Er ist damit am Freitag in Peking der erste schwarz-rot-goldene Fahnenträger seit 1976, der noch keine olympische Goldmedaille gewonnen hat. Dementsprechend stiess die Wahl des «German Wonderkind» in den eigenen Reihen teilweise auf harsche Kritik.
Der Chef der deutschen Schützen Heiner Gabelmann zeigte sich enttäuscht und verwies auf den dreifachen Olympiasieger Ralf Schumann aus seinem Team, der die Ehre besonders verdient hätte. Der Sportdirektor der Kanuten Jens Kahl stellte fest: «Man hat wieder mit einer Tradition gebrochen.»
Solche Bedenken scheint man in der Schweiz nicht zu kennen: Schon zum zweiten Mal nach 2004 läuft Roger Federer mit der helvetischen Flagge bei der Eröffnungsfeier ein. Auch er hat an olympischen Spielen noch nie eine Medaille gewonnen… (fk)
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Dirk Nowitzki kommt in Peking zu neuen Ehren. (Reuters)