500 Reporter belagern Federer «Roger, treten Sie bei Olympia-Gold zurück?»

Wenn Roger Federer einlädt, folgt ihm der mediale Hofstaat in Scharen. 500 (!) Journalisten erweisen King Roger in London die Ehre.

  • Publiziert: 27.07.2012
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Für die offizielle Olympia-Medienkonferenz des Schweizers genügt nur der grösste der Sääle im Mediencenter in London. Rund 500 Reporter (!) aus aller Welt nutzen die Gelegenheit, Federer live zu sehen.

Viele davon sind normalerweise nicht auf der Tennistour mit dabei und kommen so zu einem vielleicht einmaligen Erlebnis in ihrer Karriere.

Schon vor der Ankunft des Schweizers knipsen etliche Reporter das Namensschild «Roger Federer». Und als dieser den Saal betritt, reissen sich die Journalisten um den besten Platz für ein Foto.

Selbstredend, dass anschliessend auch die eine oder andere ungewöhnliche Frage gestellt wird. Teilweise outen sich die Journalisten offen als Anhänger von Federer.

«Als Journalist und als Fan weiss ich, dass Sie Olympiagold gewinnen werden. Würden Sie dann zurücktreten, wenn Sie dieses Ziel erreichen?», fragt ein Reporter.

Roger nimmt die Fragen mit Humor. Er sagt: «Ich weiss es nicht. Sind sie mein Fan oder nicht? Wenn Sie nicht wollen, dass ich aufhöre, werde ich nicht.»

Auf die Frage, wer vom Trio Usain Bolt, Michael Phelps und Roger Federer der grösste Star der Spiele sei, antwortet Roger bescheiden: «Nun, ich nicht...» Und ein indischer Journalist will beispielsweise wissen, wie Federer die Aussichten der beiden indischen Doppelpaare einschätze.

Über sportliche Dinge wird auch noch gesprochen. Die Nummer eins der Welt und frischer Wimbledonchampions findet das olympische Tennisturnier schwieriger als Wimbledon. Weil die Matches ausser dem Final nur über zwei Gewinnsätze gehen, muss man konzentriert spielen.

«Es braucht nur fünf schlechte Minuten oder ein paar schlecht Punkte und es kann dich das Turnier kosten. Das ist mir bewusst. Aber der Wimbledonsieg gibt mir sicher Vertrauen.»

Einen im Vergleich zu Federer gemütlichen Medienauftritt erlebte übrigens Novak Djokovic. Zu seiner Konferenz – eine Stunde vor Federers – tauchen nur rund 50 interessierte Reporter auf.

Für Federer geht es am Samstag mit der ersten Runde gegen den Kolumbianer Alejandro Falla los. Spielbeginn auf dem Centre Court ist ca. 16.00 Uhr. (rib)

Beliebteste Kommentare

  • Stefan  Schmidig
    Schickt nächstes Mal Roger Federer an den Eurovisions Song Contest. Der würde sicherlich mehr Punkte machen, da er als einziger Schweizer weltweite Bekanntheit besitzt. Der einzige wirkliche Superstar den die Schweiz hat und hatte und wohl auch für lange Zeit haben wird. Geniessen wir diese Zeit.

Alle Kommentare (6)

  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Wäre ja blöd, wenn er schon zurücktreten würde. Bei den 50 Mio Einkommen pro Jahr kann er aus Freude noch lange mitmachen.
    Viele wären eben froh, wenn sie nicht mehr im Schatten des grössten Spielers aller Zeiten stehen müssten. Viele, nicht alle, wünschen sich den Rücktritt sehnlichst.
    • 27.07.2012
    • 8
    • 18
  • Ivo  Steinmann , Zürich
    Das Theater um Federer wird langsam lächerlich
    • Benno  Lütolf
      Neid ist die grösste Form der Anerkennung!
      • 27.07.2012
      • als Kommentar auf Ivo  Steinmann , Zürich
      • 199
      • 10
    • Tek  Berhe , via Facebook
      Was wiederum zeigt, dass Journalisten auch nur Menschen sind. Egal woher sie kommen :-
      • 27.07.2012
      • als Kommentar auf Ivo  Steinmann , Zürich
      • 22
      • 1
    • Stefan  Schmidig
      Der Roger Federer kann halt auch nichts dafür, dass er etwas erreicht hat, was vor ihm noch kein Schweizer nur anähernd geschafft hat - Globale Bewunderung.
      • 27.07.2012
      • als Kommentar auf Ivo  Steinmann , Zürich
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  • Stefan  Schmidig
    Schickt nächstes Mal Roger Federer an den Eurovisions Song Contest. Der würde sicherlich mehr Punkte machen, da er als einziger Schweizer weltweite Bekanntheit besitzt. Der einzige wirkliche Superstar den die Schweiz hat und hatte und wohl auch für lange Zeit haben wird. Geniessen wir diese Zeit.

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