Selbstsicherer Springreiter Pius Schwizer: «Ich gehöre zu den Favoriten»

Das schönste Geburtstagsgeschenk zum 50. kann sich Pius Schwizer selber machen: Eine Olympia-Medaille.

  • Publiziert: 08.08.2012
  • Von Nicole Vandenbrouck aus London

Pius Schwizer schaut lieber vorwärts als zurück. Die knapp vergebene Medaille im Team-Wettkampf ist Vergangenheit. Der Fokus liegt auf dem heutigen Einzelfinal, für den sich Schwizer nebst Steve Guerdat und Paul Estermann qualifiziert hat.

Schwizer ist bekannt für seine Nervenstärke. Der Oensinger, der nächste Woche seinen 50. Geburtstag feiert, hat die durchzogene erste Quali-Runde für den Einzelfinal mit acht Fehlerpunkten weggesteckt und im olympischen Nationenpreis zwei Nuller geritten.

Das stärkt das Selbstvertrauen zusätzlich. «Ich habe ein sicheres Gefühl», so Schwizer, der sich seiner Favoritenrolle im Einzel bewusst ist. «Ich gehöre zu den Favoriten. Jetzt liegt es nur noch an mir, ob ich mir mein schönstes Geburtstagsgeschenk gleich selber mache.»

Dass er nach London fährt, um Gold zu gewinnen, daraus hat die Weltnummer 3 nie einen Hehl gemacht. Seine Paradestute Carlina ist «zwäg», Schwizer in Form, «aber nicht übermotiviert». Und er hat gute Trainings hinter sich.

Seit einem Jahr arbeitet der Springreiter mit dem deutschen Trainer Achaz von Buchwaldt (67) zusammen, der ihm schon viele Tipps habe geben können. Schwizer sei schon immer von Von Buchwaldt beeindruckt gewesen.

«Als er als Trainer der Dänen aufgehört hat, habe ich ihn sofort angerufen.» Und seither mit ihm an der Olympia-Gold-Form gefeilt.

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