Fecht-Debakel! Kauter und Heinzer laufen Gegnern voll ins Messer

Die Degen-Fechter Fabian Kauter und Max Heinzer scheitern bereits im Achtelfinal. Die Schweiz wartet weiter auf die erste Olympia-Medaille.

  • Publiziert: 01.08.2012
  • Von Simon Häring
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Debakel für unsere Degen-Fechter bei den Olympischen Spielen in London. Fabian Kauter (26), der Zweite der Weltrangliste, und Max Heinzer (24), die Nummer 5 der Welt, bleiben bereits im Achtelfinal an ihren schwächer eingestuften Gegnern hängen.

Heinzer erteilt in der ersten Runde dem chilenischen Lehrer Paris Inostroza (39) beim 15:2 eine Lektion. Im Achtelfinal unterliegt er aber dem venezolanischen Linkshänder Ruben Limardo (26) mit 11:15. «Vielleicht war es in der ersten Runde fast zu einfach», resümiert der Innerschweizer.

Dabei startet der Hobby-Fischer und dreifache Weltcupsieger hochkonzentriert und geht schnell mit 4:1 in Führung. «Danach wollte ich defensiver agieren und etwas abwarten. Das ist aber nicht aufgegangen.» Nach dem ersten Drittel liegt Heinzer mit 4:5 hinten.

Auch im zweiten Drittel gelingt dem 24-Jährigen ein guter Start, Heinzer führt mit 8:6 und 11:9. «Ich wollte nicht wieder passiv werden und weiter riskieren. Dann bin ich ihm zweimal saudumm ins Messer gelaufen. Wenn es gelingt, bist du der Held. So hats dann aber ziemlich schlimm ausgesehen.»

Nach einem Freilos in der ersten Runde erwischt Fabian Kauter (26) gegen den Franzosen Borel einen schlechten Start. Trotz einer Aufholjagd zum Schluss muss auch der Sohn des zweimaligen Olympia-Medaillengewinners Christian Kauter (65) bereits im Achtelfinal die Segel streichen - 11:15.

Der niedergeschlagene Kauter: «Ich bin so enttäuscht. Ich bin so viel besser als er. Sorry, wenn ich das so sage. Ich habe keine Worte. Ich war locker im Training, fühlte mich gut. Ich dachte wohl, es kommt von selber, aber es kam nicht von selber.» Er zahle brutales Lehrgeld.

Aus der geplanten Medaillen-Feier wird wieder nichts. In der Tea-Time mit Blick-Nina hatte Kauter noch versprochen, mit Roger Federer und Fabian Cancellara durch London zu ziehen, wenn es eine Medaille gibt. Schwacher Trost: Auch der Weltranglistenerste Novosilov scheitert bereits im Achtelfinal.

Beliebteste Kommentare

  • Neal  Widmer , Bern , via Facebook
    "Ich bin so viel besser als er" Sorry wenn ICH das jetzt so sage, aber das hat man 3/4 des Kampfes nicht gesehen.
  • Andreas  Stalder-Käslin , Weggis
    Es bringt nicht, wenn Heinzer und Krauter metal nicht richtig vorbereitet sind. Da istRoger Federer ein Top-Vorbild. Er kann sich ganz genau auf einen Match einstellen. Auch während dem Spiel, kann er trotz z.B. Verlust eines Satzes, durch seine nervenstarke, mentale Verfassung das Entscheidende noch erreichen. So wird man Medaillengewinner
    Andreas Stalder-Käslin, Weggis LU

Alle Kommentare (7)

  • Christoph  Schaer
    Man muss iimmer versuchen der Beste zu sein, aber nie glauben, man sei der Beste
    Juan Manuel Fangio, legendaerer argentinischer Formel 1 Rennfahrer
    • 02.08.2012
    • 4
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  • Werner  Blättler
    Ich bin mit den meisten einverstanden, wenn man kritisiert, dass man zu selbstsicher war, zum anderen muss auch positiv sein, auch wenn man bei nichterfüllen heftig kritisiert wird. Heinzer aber darf man in Schutz nehmen, denn er hat gegen den späteren Olympiasieger verloren und somit auch Pech gehabt, so früh schon auf einen so starken Gegner zu treffen.
    • 01.08.2012
    • 1
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  • Peter  Meier , via Facebook
    Hochmut kommt vor dem Fall...grosse Klappe und Einbildung...na ja, zumindest sehen nun die Beiden hoffentlich der Realität in die Augen....
    • 01.08.2012
    • 27
    • 4
    • Roman  Imhof , Bürglen
      Das ist ein super spruch!! Das sind zwei richte sportler, die ohne grosses geld aber mit leidenachaft dabei sind. Da hab ich dev. Mehr resprkt als vor den oberpeinlichen, aroganten rasen clownsfussballer
      • 01.08.2012
      • als Kommentar auf Peter  Meier
      • 3
      • 1
  • Meier  Susi , Luzern
    Mein Vater sagte schon, nicht nur lafere, auch liefere. Und so ist es mir in den letzen Tagen vorgekommen. In der Presse hatten sie schon die Goldmedalie. Und dann lauffen sie dem Gegner ins Messer, sorry, Degen.
    • 01.08.2012
    • 35
    • 6
  • Neal  Widmer , Bern , via Facebook
    "Ich bin so viel besser als er" Sorry wenn ICH das jetzt so sage, aber das hat man 3/4 des Kampfes nicht gesehen.
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