Nino Schurter sorgt mit der vierten Medaille für einen versöhnlichen Abschluss der Spiele. Der 26-jährige Bündner wird seiner Favoritenrolle fast gerecht und holt Silber im Mountainbike.
Der Schweizer Psalm ertönt zwar kein drittes Mal in London, aber Nino Schurter setzt in die Tat um, was Freundin Nina Candrian im SonntagsBlick ahnte («Ich bin davon überzeugt, dass er eine Medaille holen wird»). Silber für die Schweiz! Wir dürfen jubeln, auch wenn es nicht die erhoffte Goldmedaille ist.
Weil Mitfavorit Julien Absalon das Rennen früh aufgibt, deutet schon in der Anfangsphase viel darauf hin, dass Schurter ganz heiss auf die Medaillen ist. Nach starkem Start bildet sich bei Rennhälfte ein Quintett um den Schweizer und Kulhavy (Tsch), Fontana (It), Stander (RSA) und Hermida (Sp).
Dann fallen Stander und Hermida zurück. Der Kampf um Gold entbrennt, die Schweiz hat die vierte Medaillen schon auf sicher. Am Ende holt Schurter im Kopf-an-Kopf-Krimi Silber. Der Tscheche Kulhavy schnappt sich Gold, Bronze geht an den Italiener Fontana, der auf der letzten Runde den Anschluss verpasst hatte. Dennoch: Bravo, Nino!
Im Interview mit SF sagt der 26-Jährige: «Es ist hart, wenn man so knapp verliert. Zweihundert Meter vor dem Ziel dachte ich noch, ich schaffe es. Doch er hat es clever gemacht. Ich muss mit Silber zufrieden sein.»
Riesenslalom-Olympiasieger Carlo Janka twittert: «Was für ein Mountainbike-Rennen. Tolle Arbeit, Nino. Und nach Bronze und Silber nächstes Mal Gold in Brasilien!» (ds)
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