Das Olympia-Abenteuer beginnt, in zehn Tagen spielt die Schweizer Nati gegen Gabun. Timm Klose öffnete für Blick.ch seinen Olympia-Koffer.
Heute um 10 Uhr in Deisswil BE: Die Olympia-Nati rückt ein zum Kleiderfassen. Die Stimmung ist bestens, denn alle 18 London-Fahrer sind dabei. Auch Wolfsburg-Verteidiger Ricardo Rodriguez, der gestern zu seinen Kollegen stiess – sechs Tage früher als geplant. Aufgrund guter Trainingsleistungen gönnte Wölfe-Coach Felix Magath seinen Spielern drei Tage frei und liess Rodriguez schon zur Nati.
Der 19-Jährige stemmte am Samstag noch Medizinbälle an der Ostsee. «Das Training war schon sehr hart, es war meine erste Vorbereitung mit Wolfsburg. Aber ich fühle mich sehr fit», sagt Rodriguez zu Blick.ch. Als einer der Jüngsten zählt er dennoch zu den sieben Spielern mit A-Nati-Erfahrung. «Ich bin wie jeder andere», meint er trocken.
Es ist definitiv Harmonie eingekehrt ums London-Team. Coach Pierluigi Tami: «Ich bin sehr zufrieden, dass alle da sind.» Das Theater um Sondergenehmigungen (GC, FCL und FCZ wollten ihre Akteure für die erste Meisterschaftsrunde abstellen) ist passé.
Es wird gescherzt in der alten Kartonfabrik. Blick.ch will wissen, was in den schönen weissen Koffern mit den fünf grossen Ringen steckt. Captain Diego Benaglio verweist auf einen seiner Vordermänner: «Der Klose kann das gut.» Der Nürnberg-Verteidiger will zwar, aber kann nicht. Denn sein Koffer ist weg!
Spassvogel Fabian Frei hat ihm einen Streich gespielt. Frei: «Es ist Horror, wie ordentlich der ist.» Tatsächlich ist Klose der Erste, der seinen Namen am Koffer anbringt. Dann öffnet er sein Schmuckkästchen. Von den Flipflops bis zur Sonnenbrille ist alles dabei. «Ich finde es schön, dass das Outfit einen Bezug zur Schweizer Geschichte hat», meint der Basler in Anspielung auf Wilhelm Tells Apfel, der als Sujet die T-Shirts ziert.
Ab morgen Dienstag wird scharf geschossen. Dann steht in Solothurn der einzige Test gegen Senegal (18.15 Uhr) auf dem Programm, am Donnerstag der Flug nach London. Denn schon in zehn Tagen steigt in Newcastle das erste Gruppenspiel gegen Gabun.
Obwohl Xhaka, Shaqiri und Behrami nicht mitfliegen, lautet das Fazit: Auch der zweite Anzug passt.