Die Insel der Raketenbeine Darum kommen die schnellsten Sprinter aus Jamaika

Usain Bolt, Yohan Blake und Asafa Powell. Drei Jamaikaner im 100-Meter-Final – Zufall?

  • Publiziert: 07.08.2012
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Weisse Sandstrände, atemberaubende Landschaft und Rastafari-Kultur – das ist das Karibik-Paradies Jamaika. Die Insel zählt nur 2,8 Millionen Einwohner und trotzdem kommen die schnellsten Menschen der Welt traditionell aus dem Land Bob Marleys.

Sprint-Legenden wie Ben Johnson (CAN), Linford Christie (GB) oder Donovan Bailey (CAN) haben ihre Wurzeln in Jamaika. Und Usain Bolts härtester Konkurrent ist Yohan Blake – wen erstaunt es – auch ein Jamaikaner.

Wie kann es sein, dass das kleine Jamaika den anderen Nationen regelmäs­sig davonläuft? In Jamaika träumt jedes Kind davon, später ein berühmter Sprint-Star zu werden. Die Sportler erzählen, dass in Jamaika das Laufen zur Kultur des Landes gehört.

Zudem verfügt Jamaika über ein vorbildliches Scout-System. Jedes Jahr werden die grössten Talente bei den «Champs» gesichtet, dem Leichtathletik-Wettbewerb aller Schulen auf der Insel. Jeweils 30'000 Zuschauer feuern die Stars von morgen an. Die Besten werden von klein auf in Vereinen individuell gefördert und von Top-Sprintern ausgebildet. Die besten Athleten werden mit Stipendien belohnt.

Eine Erklärung könnte auch in der Physis der Jamaikaner liegen. «Ein grosser Anteil an Muskelfasern ist eine Voraussetzung für eine gute Sprintleistung», erklärt Matthias Strupler, Chefarzt Sportmedizin am Paraplegikerzentrum Nottwil, gegenüber Blick.ch. Der deutsche Sportmediziner Ingo Froböse ist überzeugt, dass karibische Sportler einen höheren Anteil an sogenannten schnellen Muskelfasern haben. «Diese Muskelfasern sorgen dafür, dass kurzfristig maximale Kräfte entfaltet werden können», so Froböse auf «bild.de».

Trotzdem, ein fahler Nachgeschmack bleibt: Immer wieder werden die Jamaikaner mit Dopingvorwürfen konfrontiert. Blake wurde 2009 gar für drei Monate gesperrt. Das Problem: Jamaika hat keine unabhängige Doping-Agentur. Die Anti-Doping-Kommission der Karibik wird vom Inselstaat nicht anerkennt. (wid)

Beliebteste Kommentare

  • Konrad  Kamer , Bad Ragaz , via Facebook
    Die sprinnter aus Jamaika sind alle Pöstler und müssen die
    A Post zu Fuss viele km. weit zu den Kunden bringen und das
    muss schnell sehr schnell gehen glaube ich. Lach.
    • 07.08.2012
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  • Roland  Fischer , Reinach
    Hallo Ihr lieben Schreiber, dass da nachgeholfen wird ist wohl jedermann klar. Aber schreit nicht zu laut in Richtung Jamaika. Alex Zülle und Toni Rominger haben seinerzeit auch nicht nur Birchermüesli gegessen... lol
    • 08.08.2012
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Alle Kommentare (14)

  • Sowieso  jaja
    Finde es schlimm, dass man alle in einen gleichen Topf wirft. Klar vielleicht sind sie gedopt aber vielleicht auch nicht. Und solange nicht bewiesen wird, das sie gedopt sind, glaube ich an ihre Unschuld. Ich war in Jamaika und habe gesehen, wie die dort leben. Und von wegene, alle sind auf dope, stimmt hinten und vorne nicht. Es ist dort sogar strengstens verboten.
    • 08.08.2012
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  • Roland  Fischer , Reinach
    Hallo Ihr lieben Schreiber, dass da nachgeholfen wird ist wohl jedermann klar. Aber schreit nicht zu laut in Richtung Jamaika. Alex Zülle und Toni Rominger haben seinerzeit auch nicht nur Birchermüesli gegessen... lol
    • 08.08.2012
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  • Sandy  Strong , Kaiseraugst
    Wer denkt diese Leute sind nicht gedopt, dann glaubt er auch an den Storch. Es gibt seit längerem Mittel bzw. Medikamente, wonach nach deren Einnahme verbotene Substanzen im Blut nicht mehr nachweisbar sind bzw "kaschieren". Die ganze Welt weiss das und erst recht die Dopingkontrolleure, aber sie sind machtlos.
  • Daniel  Muenger , Zürich
    Die Einen mit Dope, die Anderen mit Doping. Jamaica ist dopt!
  • Peter  Lienhardt , Basel
    1988 wurde Ben Johnson als Dopingsünder geopfert und Carl Lewis erhelt nachträglich die Goldmedaille. Carl Lewis war genau so gedopt wir Johnson, so wurde Jahre nach Ende seiner Laufbahn festgestellt. Nur Carl war für die Sponsoren und Medien der absolute Gutmensch und beste Werbeträger....und so ist Usain Bold der Carl Lewis unserer Zeit.
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