Swiss Olympic hat das Preisgeld für Medaillen in London verdoppelt. Trotzdem gibts Nationen, die weit mehr kassieren. So etwa Borats Landsleute aus Kasachstan.
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Das Ziel jeder Athletin und jedes Athleten: eine dieser edlen Medaillen in London zu gewinnen.
(Keystone)Viele Länder offerieren ihren Athleten bei Erfolgen an Olympia Preisgeld oder Sachpreise. Das IOC selber richtet den Medaillengewinnern dagegen keine Geld-Prämien aus. Die Bandbreite ist bei den einzelnen Ländern gross, wie der Vergleich einiger Nationen zeigt.
In der Schweiz beispielsweise bezahlt Swiss Olympic den erfolgreichen Sportlern folgende einmalige Beiträge: Für den Olympiasieg kassiert ein Einzelsportler 40'000 Franken, Platz zwei ist 30'000 Franken wert und für eine Bronzemedaille gibt es noch 20'000 Franken aufs Konto.
Gegenüber den Spielen in Peking vor vier Jahren ist das eine Verdoppelung. Swiss Olympic will damit die Leistung und den grossen Aufwand hinter einer Medaille noch mehr honorieren. Trotzdem sind die Schweizer Prämien noch deutlich unter dem Durchschnitt anderer Länder. Sehr spendabel zeigen sich dabei die Osteuropäer.
Am tiefsten ins Portemonnaie greifen die Landsleute von Borat. Kasachstan lässt sich nicht lumpen und spendiert für Gold umgerechnet rund 244'000 Franken. Aber auch die weissrussischen (147'000 Franken), litauischen (139'000 Franken) oder russischen Olympiasieger (128'000 Franken) dürfen sich auf einen ordentlichen Zustupf freuen.
In Deutschland schüttet der Deutsche Olympische Sportbund keine Prämien aus. Dort ist es die Sporthilfe, die für Gold rund 18'000 Franken zahlt. Allen monetären Gelüsten zum Trotz gibt es Länder, in denen die nationalen olympischen Komitees gar keine Prämien für Medaillen bezahlen. Die olympischen Ehren sind dort offenbar noch wichtiger als Geld. Zum Beispiel in Norwegen, Schweden und beim London-Gastgeber Grossbritannien.
Doch am Hungertuch nagen muss deswegen wohl kein Athlet. Viele erhalten nämlich von ihren Sponsoren einen Olympia-Erfolgsbonus und können ihre Medaille so mit grösseren Werbeeinnahmen vermarkten.
Oder ein privater Geschäftsmann setzt eine Sonderprämie aus. Wie jetzt in Malaysia geschehen. Minenbesitzer Andrew Kim schenkt für London 2012 jedem Olympiasieger aus Malaysia einen Goldbarren im Wert von rund 613'000 Franken. Er möchte besonders die Badmintonspieler anspornen, das erste Olympiagold in der Geschichte Malaysias zu holen. Kim sagt: «Uns Malaysiern ist bewusst, wie hart die Spieler an sich arbeiten und was sie opfern. Deshalb müssen wir unseren Teil beitragen.»
ÜBERSICHT PRÄMIEN FÜR LONDON 2012
(umgerechnet in CHF)
| Gold | Silber | Bronze | |
| Schweiz | 40000 | 30000 | 20000 |
| USA | 25000 | 15000 | 10000 |
| Deutschland (Sporthilfe) | 18000 | 12000 | 9000 |
| Italien | 168000 | 90000 | 60000 |
| Tschechien | 71000 | 35000 | 21000 |
| Kroatien | 33000 | 21000 | 14000 |
| Bulgarien | 123000 | 104000 | 86000 |
| Russland | 127000 | 81000 | 55000 |
| Litauen | 139000 | 87000 | 52000 |
| Weissrussland | 147000 | 73000 | 49000 |
| Kasachstan | 244000 | 147000 | 73000 |
| Ukraine | 83000 | 60000 | 41000 |
| Ägypten | 161000 | 121000 | 80000 |
| Japan | 37000 | 25000 | 12500 |
| Ghana | 10000 | 5000 | 2500 |
| Österreich | 32400 | 25200 | 21600 |
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