Grosser Ärger bei den Schweizer TV-Zuschauern, die bis in die tiefe Nacht die Schlussfeier der Olympischen Spiele verfolgen – und plötzlich den Sender wechseln müssen.
Nachdem IOC-Präsident Jacques Rogge um 00.49 Uhr MEZ die Spiele offiziell für beendet erklärt hat, hält Kommentator Bernhard Thurnheer sein Schlusswort, das er mit den Worten «es waren super Spiele» beginnt. Dann greift SF-Beni vor und sagt: «Noch brennt das Feuer, aber nicht mehr lange.»
Einige Sekunden später löscht der Schweizer Staatssender das Licht vorzeitig (siehe Video). David Beckham flimmert über den Bildschirm, aber in einer Werbung!
«Geht es eigentlich noch? SF verpasst Take Thats Auftritt an der Schlussfeier und beendet die Sendung zu früh», verschafft Radiomoderator Conradin Knabenhans seinem Ärger via Twitter rund eine Stunde nach Mitternacht Luft.
«Wie bitte? SF stellt auf Werbung um, bevor die Olympische Flamme erloschen und die Schlussfeier beendet ist?», enerviert sich Florian Raz von der TagesWoche.
Markus Gilli, Redaktionsleiter bei Tele Züri, kritisiert: «Das gibt es doch nicht! (...) ARD war live dabei. Man findet keine Worte.»
Dieses Ende war nicht geplant. Der Kundendienst von SF entschuldigt sich am Montagmorgen um 8.28 Uhr via Twitter «in aller Form für den vorzeitigen Ausstieg der Schlusszeremonie, der so nicht vorgesehen war.»
Doch warum genau ging beim SF vorzeitig das Feuer aus? Blick.ch fragt in Leutschenbach nach. SRF-Mediensprecher Martin Reichlin: «Es handelte sich um ein kommunikatives Missverständnis zwischen dem Kommentator und der SRF-Sport-Sendeleitung.» (ds)
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