US-Männer im Kriegs-Zustand und Jamaikaner in Show-Laune. Ist das der entscheidende Vorteil für die lockeren Sprinter von der Reggae-Insel?
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Zu hungrig: Bolts Fehlstart, der 2011 zur WM-Disqualifikation führte.
(AP Photo)Als ich vor zwei Tagen im Zug zum Olympia-Park Jon Drummond treffe, sagt mir der Ami: «Es ist Krieg!» Drummond war 2000 in Sydney Mitglied der US-Goldstaffel über 4-mal 100 m, jetzt ist er Starttrainer von Tyson Gay und Co-Coach der Staffel.
Krieg zwischen den USA und Jamaika. Die entscheidende Schlacht hat gestern mit den 100-m-Vorläufen der Frauen im Olympia-Stadion begonnen. Und die Ami-Ladys haben mit Carmelita Jeter, Tianna Madison und Allyson Felix gegenüber Veronica Campbell-Brown, Shelly-Ann Fraser und Kerron Stewart zumindest als Team in der ersten Runde vorgelegt.
Aber Vorsicht für den heutigen Final (22.55 Uhr): Schon 2008 in Peking hat Wirbelwind Fraser den Amis den Sieg weggeschnappt.
Doch was geht erst bei den Männern ab, wenn sie heute mit ihren Vorläufen beginnen?
Donald Quarrie, 1976 in Montreal 200-m-Olympiasieger und heute in Jamaikas Trainer-Team, begegnet mir gestern mit einem breiten Lachen. «Hey, mein Freund, wir sind bereit für die grosse Show!»
Die US-Männer Justin Gatlin und Tyson Gay im Kriegs-Zustand – die Jamaikaner Usain Bolt, Yohan Blake und Asafa Powell in Show-Laune. Ist das der entscheidende Vorteil für die lockeren Sprinter von der Reggae-Insel am Sonntagabend um 22.50 Uhr Schweizer Zeit im 100-m-Final?
Usain Bolt hat zumindest unheimlichen Appetit. «Twenty Chicken Nuggets, please!», hat er im McDonald’s des olympischen Dorfes bestellt. «In Peking habe ich vor Gold und Weltrekord auch Chicken Nuggets gegessen.»