Gian Gilli über CH-Kandidatur: «Olympia wäre eine gute Geschichte für uns»

Die Schweiz könnte sich um die Olympischen Winterspiele 2026 bewerben. Das Wallis und Graubünden stehen in den Startlöchern. Olympiakenner Gian Gilli (57) würde eine erneute Kandidatur begrüssen.

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Soll die Schweiz für Olympia 2026 kandidieren?

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Die Bündner Regierung und das Parlament unterstützen seit letztem Montag offiziell die «Ausarbeitung einer Kandidatur» für die Olympischen Winterspiele 2026. Noch ist aber kein Projekt lanciert und kein Konzept erarbeitet.

Graubünden steht jedoch nicht allein da, denn auch das Wallis interessiert sich für eine Austragung der Spiele 2026. Und auch die Innerschweiz könnte noch ihr Interesse kundtun. Im kommenden Frühling möchte sich Swiss Olympic entscheiden, welche Kandidatur vertieft wird.

Für den langjährigen Olympiakenner und ehemaligen Swiss-Olympic-Missionschef Gian Gilli (57) ist grundsätzlich wichtig, dass weiter das Interesse an Spielen in der Schweiz besteht.

«Es ist gut, dass Swiss Olympic den Lead übernommen hat. Denn die Chancen stehen international gesehen gut, nicht zuletzt dank der Agenda 2020 des IOC», sagt Gilli. Diese soll zum Beispiel auch kleineren Ländern wieder Olympia in vernünftigem Rahmen ermöglichen.

Die Spiele würden zur Schweiz passen, weil alles überschaubar sei und auch das IOC seinen Sitz in Lausanne habe, erklärt Gilli weiter. «Man muss diese Chance erkennen. Olympia wäre eine gute Geschichte für unser Land. Gut ist auch, dass es jetzt einen Wettbewerb zwischen den Regionen gibt», so Gilli.

Erfolgreiche Bewerbung brächte Innovation und Jobs

Eine erfolgreiche Olympia-Kandidatur hätte gemäss Gilli viel positive Aspekte. «Auf die Gesellschaft hat Olympia einen grossen Einfluss. Es gäbe Entwickungen im Bereich Tourismus, Infrastruktur, Sport und weiteren Bereichen. Rund 1500 Stellen würden so entstehen. Ein Know-how, das auch später nützlich wäre», so der Bündner.

Wichtig sei, dass vor allem die jüngere Generation hinter einem solchen Projekt steht und alle Schweizer Regionen sich zusammenrauften.

Die letzte geplante Bündner Kandidatur für die Winterspiele 2022 scheiterte mit einem Neinanteil von 53 Prozent schon am Bündner Stimmvolk.

«Ich bin zuversichtlich. Es braucht die Unterstützung der Bevölkerung mit einem Ja-Anteil von rund 60-65 Prozent, um seriös zu arbeiten», meint Gilli.

In den Jahren 2018 (Pyeongchang) und 2022 (Peking) findet Winter-Olympia in Asien statt.

Publiziert am 28.10.2015 | Aktualisiert am 03.02.2016
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17 Kommentare
  • Hans  Ernst aus Oberaargau
    29.10.2015
    Die Kommentare zeigen wunderbar, warum wir das besser sein lassen sollten: Wir sind alles miesepetrige Wohlstandsbäuche. Ja nichts riskieren, wagen, schaffen. Einfach da sein und das Erbe unserer Vorfahren verzehre. Heute gäbe es nie mehr eine Jungfraubahn, ein Münster, nicht mal mehr ein Fussballstadfon...
  • Michel  GASSER aus Meyrin
    28.10.2015
    Die Bündner wissen, warum sie NEIN gestimmt haben : um eine langjährige finanzielle Plage zu verhindern. Jetzt das Objekt wieder auf den Tisch bringen ist gegenüber dem Stimmvolk respektlos.
  • Heinz  Nütteler 28.10.2015
    Mit Gill Gianni und Küsch Dieter werden wir die Spiele zu uns holen
  • Hans-Peter  Brechbühl 28.10.2015
    Olympia wäre eine gute Geschichte für uns, an das glauben nur
    Sie Herr Gian Gilli. Es sind schon Weltweit etliche Winter-
    Olympiaden veranstaltet worden und wir wissen ja dass fast in
    jedem Austragungsort mit roten Zahlen abgeschlossen worden ist.
    Ausgerechnet in unserer kleinen Schweiz wollen Sie einen solchen
    grossen Event durchführen. Gut Nacht vor den Schulden.
  • Nelly  Nelly , via Facebook 28.10.2015
    Wer selber nicht bereit ist, eine Olympiade durchzuführen, darf sich aber auch nicht beschweren, wenn die Spiele dann in Ländern wie Katar und Russland stattfinden.