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Olympia 2006 und seine Folgen

  • Aktualisiert am 03.01.2012

PEKING – Das IOC hat sechs österreichische Langläufer und Biathleten wegen Verwicklung in den Doping-Skandal bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin lebenslang gesperrt.

Das Exekutiv-Komitee des Internationalen Olympischen Comites (IOC) hat harte Sanktionen gegen die Biathleten Wolfgang Rottmann und Wolfgang Perner sowie gegen Skilangläufer Roland Diethart, Johannes Eder, Jürgen Pinter und Martin Tauber beschlossen: Lebenslange Olympia-Sperre und die Ergebnisse von Turin werden gestrichen.

Rottmann und Perner haben ihre Karrieren bereits beendet. Gleichwohl wurden sie wie die anderen Athleten lebenslang von Olympischen Spielen ausgeschlossen. Das Exekutiv-Komitee hatte als Grundlage für seine Entscheidung eine Empfehlung der dreiköpfigen Disziplinarkommission erhalten, die den Fall der ÖOC-Athleten geprüft hatte.

Auch Langläufer Christian Hoffmann, der wegen einer Erkrankung gar nicht in Turin/Pragelato war, wurde in Peking zum Thema. In seinem Fall traf das IOC jedoch keine Entscheidung, sondern verwies die Sache an den Internationalen Ski-Verband (FIS) zur weiteren Behandlung.

Nach der Entscheidung des IOC wird die FIS auch die Fälle der sechs von Olympia ausgeschlossenen Athleten prüfen. Ihnen drohen Sperren wegen Dopings. Bei Razzien der italienischen Polizei am späten Abend des 18. Februar waren in den Quartieren der Biathleten und Langläufer laut italienischer Staatsanwaltschaft Substanzen und Geräte gefunden worden, die für Doping geeignet sind.

Einer von sechs, die nie mehr mit den Ringen auf der Brust zu sehen sein werden: Der österreichische Biathlet Perner.- Reuters

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