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Das sagt Pini zum Swiss-Ski-Zoff «Muss mich auch fragen, ob ich noch der Richtige bin»

Der Zoff bei Swiss Ski gipfelte in der Entlassung von Frauen-Speedtrainer Stefan Abplanalp. Jetzt spricht Chefcoach Mauro Pini zum Knatsch.

  • Publiziert: 21.02.2012, Aktualisiert: 22.02.2012

Einen Tag nachdem sich Swiss-Ski von Gruppentrainer Stefan Abplanalp getrennt hat, meldete sich auch Mauro Pini zu Wort. Am Dienstag äusserte sich der Cheftrainer der Schweizer Frauen im bulgarischen Bansko, wo am Wochenende die nächsten Weltcuprennen stattfinden, im Interview mit der Sportinformation Si zum Eklat.

Stefan Abplanalp sei fachlich sehr gut und ist auch ein erfolgreicher Trainer gewesen, so der Tessiner. «Die ganze Situation ist nicht aufgrund seiner Arbeit auf der Piste entstanden. Es geht um persönliche Dinge, um sein Verhalten.»

Pini sagt, dass es zwischen ihnen beiden in den letzten zwei Jahren mehrmals schwierige Situationen abseits der Piste gegeben habe. «Neben der Piste haben wir beide andere Ideen. Auch haben wir wohl nicht den gleichen Berufs-Kodex. Doch ich selber muss mich auch fragen, ob ich nicht auch Fehler gemacht habe? Und ob ich noch der richtige Mann am richtigen Ort bin? Wer weiss. Ich werde über die Bücher gehen. Auch bleibe ich mit meinen Vorgesetzten in engem Kontakt, um das Ganze aufzuarbeiten.»

Er sei sehr traurig, dass es zu einer solchen Situation gekommen sei, doch in diesem Fall sei es nicht mehr anders gegangen. «Es musste sofort gehandelt werden. Wir konnten nicht bis Saisonende warten. Der Vorfall in Sotschi war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat», so Pini, der aber explizit nicht dazu Stellung nehmen wollte, ob Stefan Abplanalp ein Alkoholproblem habe und dieses allenfalls seine Arbeit beeinträchtigt habe: «Das sind Interna.»

Dass Pini selbst (wie BLICK enthüllte) auch schon über die Stränge geschlagen hat, kommentiert er so: «Das muss 2003 oder 2004 in Levi gewesen sein. Es kann sein, dass ich damals auch einmal Party gemacht habe.»

Obwohl sich einige der Fahrerinnen in ersten Äusserungen hinter den per sofort freigestellten Trainer gestellt haben, nimmt ihnen dies Cheftrainer Mauro Pini nicht übel: «In diesem Fall sind viele Emotionen mit dabei und ich verstehe diese Reaktion. Stefan hat schliesslich bis zu sechs Jahren mit diesen Fahrerinnen eng und gut zusammengearbeitet.»

Der Tessiner appelliert allerdings auch an die Professionalität der Fahrerinnen: «Wichtig ist jetzt, dass wir alle zusammen fokussiert auf die Sache, das heisst, den Erfolg, sind. Ich bin überzeugt, dass wir bis Saisonende noch Erfolg haben können.» (Si/sme)

Kommentare (7)

  • Heidi  Keller , Zürich
    Wo soll denn der Erfolg so plötzlich herkommen? Diese unmotivierte, verunsicherte Truppe bringt es nicht mehr. Wie auch, bei den Leuten im Hintergrund, die sie eigentlich unterstützen und antreiben sollten, aber lieber saufen oder sich zoffen. Auch einige Serviceleute greifen noch etwas beduselt gerne mal in die falsche Wachskiste.
    • 22.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Daniel  Grünenfelder
    Der Ski-Verband ist nicht allein mit solchen Unstimmigkeiten. Ich habe das auch in einem andern Verband miterlebt, neue Leute kommen, Erfolgreiche, die wissen, dass das Rad rund ist, werden rausgeschmissen durch Leute, die das Rad neu eckig erfinden wollen und durch schwache Führungen in ihrem Tun unterstützt werden.
    • 22.02.2012
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  • Kurt  Häring , Aesch
    Wie lange geht das Theater noch ? Der Pini gehört schon lange weg sowie die oberste Spitze des Verbandes. Seit Jahren nur Unzulänglichkeiten und Peinlichkeiten. Ein erfolgreicher Verband wird langsam aber sicher in den Ruin getrieben. Mir tun all die Sportler leid die diesem Verband angehören müssen.
    • 22.02.2012
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  • Tony  Graven , Zürich
    Dem Selbstdarsteller Pini ist nicht zu trauen. Der Chef-Trainer ist nun gefragt. Von dieser Seite hörte man bisher noch nichts.
    • 22.02.2012
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  • Martin  Huber , St. Gallen
    Ja den einzigen Beruf-Kodex den Pini hat, ist sich vor seinen nichtsbringenden Schützling Gut zu stellen und andere Skistars anzuzeigen wenn Ihm was nicht passt Unterwäsche. Was für ein Berufs-Kodex!!
    • 22.02.2012
    • 2 Gefällt mir
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