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Einen Tag nachdem sich Swiss-Ski von Gruppentrainer Stefan Abplanalp getrennt hat, meldete sich auch Mauro Pini zu Wort. Am Dienstag äusserte sich der Cheftrainer der Schweizer Frauen im bulgarischen Bansko, wo am Wochenende die nächsten Weltcuprennen stattfinden, im Interview mit der Sportinformation Si zum Eklat.
Stefan Abplanalp sei fachlich sehr gut und ist auch ein erfolgreicher Trainer gewesen, so der Tessiner. «Die ganze Situation ist nicht aufgrund seiner Arbeit auf der Piste entstanden. Es geht um persönliche Dinge, um sein Verhalten.»
Pini sagt, dass es zwischen ihnen beiden in den letzten zwei Jahren mehrmals schwierige Situationen abseits der Piste gegeben habe. «Neben der Piste haben wir beide andere Ideen. Auch haben wir wohl nicht den gleichen Berufs-Kodex. Doch ich selber muss mich auch fragen, ob ich nicht auch Fehler gemacht habe? Und ob ich noch der richtige Mann am richtigen Ort bin? Wer weiss. Ich werde über die Bücher gehen. Auch bleibe ich mit meinen Vorgesetzten in engem Kontakt, um das Ganze aufzuarbeiten.»
Er sei sehr traurig, dass es zu einer solchen Situation gekommen sei, doch in diesem Fall sei es nicht mehr anders gegangen. «Es musste sofort gehandelt werden. Wir konnten nicht bis Saisonende warten. Der Vorfall in Sotschi war der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat», so Pini, der aber explizit nicht dazu Stellung nehmen wollte, ob Stefan Abplanalp ein Alkoholproblem habe und dieses allenfalls seine Arbeit beeinträchtigt habe: «Das sind Interna.»
Dass Pini selbst (wie BLICK enthüllte) auch schon über die Stränge geschlagen hat, kommentiert er so: «Das muss 2003 oder 2004 in Levi gewesen sein. Es kann sein, dass ich damals auch einmal Party gemacht habe.»
Obwohl sich einige der Fahrerinnen in ersten Äusserungen hinter den per sofort freigestellten Trainer gestellt haben, nimmt ihnen dies Cheftrainer Mauro Pini nicht übel: «In diesem Fall sind viele Emotionen mit dabei und ich verstehe diese Reaktion. Stefan hat schliesslich bis zu sechs Jahren mit diesen Fahrerinnen eng und gut zusammengearbeitet.»
Der Tessiner appelliert allerdings auch an die Professionalität der Fahrerinnen: «Wichtig ist jetzt, dass wir alle zusammen fokussiert auf die Sache, das heisst, den Erfolg, sind. Ich bin überzeugt, dass wir bis Saisonende noch Erfolg haben können.» (Si/sme)
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