Schweizer fährt härteste Rallye der Welt «Mich reizt das Abenteuer!»

Ein Familienvater aus Genf startet am 2. Januar in Paraguay zur berühmt-berüchtigten Rallye Dakar. Debütant Marco Filippi (40) über den 9000-km-Wahnsinn: «Ich will einfach nur ins Ziel kommen.»

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9000 Kilometer in zwei Wochen. Bis zu 977 km pro Tag. Von Paraguay nach Bolivien und zurück nach Buenos Aires in Argentinien. Anden-Etappen auf 5000 M. ü. M. und in eisiger Kälte. Etappen in der Pampa bei über 40 Grad.

Die 39. Rallye Dakar (die 9. in Südamerika) ist härter denn je! 491 Teilnehmer stehen am 2. Januar in Asunción am Start. Profis und Amateure bunt gemischt. Einer der leidenschaftlichen Einzelkämpfer: Marco Filippi (40) aus Genf. Ein Dakar-Debütant. Der einzige Schweizer in der Töff-Klasse. Er sagt: «Ich habe eigentlich noch keine Ahnung, was mich da erwartet. Ich werde Etappe für Etappe nehmen.»

Filippi ist ein Rallye-Quereinsteiger. Er sass zwar schon als Kind im Töffsattel, fuhr aber erst mit 30 Jahren seine ersten Enduro-Rennen. «2014 habe ich mit Rallye begonnen. Der Nervenkitzel der Navigation hat mich sofort gepackt.»

Filippi beweist 2016 bei kleineren Rallyes seine Tauglichkeit und bekommt einen der begehrten Dakar-Startplätze. «Das war Freude pur! Ich war überglücklich, dieses Abenteuer starten zu können.» Neben dem Job in der Finanzbranche und dem Familienleben mit Ehefrau und drei Kindern bereitet sich Filippi auf die Dakar vor. Stellt ein 75000-Franken-Budget auf die Beine. Mit Ausdauerläufen und im Fitness-Center. «Für die Höhe habe mit einem Velo eine Simulation auf 5500 M.ü.M. gemacht. Es ging gut», sagt er.

Allerdings bricht sich der Genfer im Oktober den Knöchel. Erst vor drei Wochen wird der Gips entfernt. Filippi: «Ich muss vorsichtig sein und schauen, wie es mit den Schmerzen geht.»

Für die einen ist die Rallye Dakar ein tödlicher Wahnsinn. Für andere wie Filippi das faszinierendste Rennen der Welt. «Ein Traum, dabei zu sein. Mich reizt das Abenteuer und das Spiel mit den persönlichen Limiten.» Für die Amateure ist die grösste Herausforderung, jeden Tag vor Kontrollschluss anzukommen. Filippi: «Ich fürchte mich vor allem vor den Top-Autos und LKWs, die richtig schnell sind.» Die Töffs werden oft von den später startenden Vierrad-Klassen ein- und überholt, manchmal ohne Rücksicht auf Verluste.

Filippi macht den Podestanwärtern gerne Platz, denn er sagt: «Mein einziges Ziel: Die Rallye beenden und am 14. Januar in Buenos Aires ankommen!»

Publiziert am 02.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017
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1 Kommentare
  • Anna  Rusch 02.01.2017
    Diese Rally, an den ärmsten Regionen und Menschen vorbei, ist doch an Dekadenz nicht zu dopen! Dass ist kein Sport, dass ist ein Hohn!