Erschütternd Shoya Tomizawa warnte vor der Unglücks-Stelle

Vor seinem verheerenden Unfall hatte der japanische Moto2-Pilot Shoya Tomizawa vor der Todes-Kurve noch gewarnt.

  • Publiziert: 06.09.2010, Aktualisiert: 20.01.2012

Der Schock sitzt tief, die Trauer ist gross. Am Sonntag stürzt der japanische Töff-Fahrer Shoya Tomizawa beim Grossen Preis von San Marino. Die unmittelbar hinter ihm fahrenden Alex de Angelis und Scott Redding können nicht ausweichen, überfahren Tomizawa.

Der japanische Moto2-Pilot erliegt am Sonntag um 14.20 Uhr im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Krankenschwester berichtet von dem verlorenen Todeskampf, 40 Minuten versuchte das Ärzte-Team den Japaner zu reanimieren – vergeblich! (siehe Video oben).

Besonders erschütternd: Shoya Tomizawa hatte vor dem Rennen noch vor der Todes-Kurve gewarnt. «An dieser Stelle muss man höllisch aufpassen», wird der Japaner auf «bild.de» zitiert.

«Eine schlimme Tragödie»

BLICK titelt am Montag: «Lüthis Albtraum». Tom Lüthi, der im Rennen als Dritter aufs Podest fährt, war ein guter Freund von Tomizawa.

Das Online-Portal «Bild.de» schreibt: «Schon wieder eine schlimme Tragödie bei einem Motorrad-Rennen», und blickt dabei zurück aufs letzte Wochenende, als der 13-jährige US-Amerikaner Peter Lenz ebenfalls nach einem Sturz überfahren wird und ums Leben kommt.

«Tomizawa war ein Riesen-Talent»

Auch die Blick.ch-User sind geschockt vom tragischen Tod des nur 19 Jahre alt gewordenen Shoya Tomizawa. Martin Zbinden meint: «Es wurde uns wieder mal auf ganz üble Weise vorgeführt, wie gefährlich mein Lieblingssport, der Motorsport, ist.» Für Marcel Schabegg war Tomizawa «ein super Rennfahrer und Riesen-Talent».
Uriel Berlinger findet das Ganze pervers. Es sei doch logisch, dass man ein Rennen sofort beenden müsse, wenn es einen tödlichen Unfall gibt.

Bestätigung folgt mitten im MotoGP-Rennen

Doch: Der schreckliche Unfall passiert in der 12. Runde, das Rennen geht weiter, Lüthi fährt hinter Toni Elias und Julian Simon sogar noch aufs Podest. Auch das Rennen der MotoGP-Kategorie geht über die Bühne, mit Dani Pedrosa als Sieger. Die offizielle Bestätigung, dass Tomizawa den Kampf gegen den Tod verloren hat, folgt mitten im MotoGP-Rennen.

Maxi Mueller aus Langenthal ist zum Zeitpunkt der traurigen Nachricht im Geschäft von Dominique Aegerters Vater in Huttwil. «Dominique hat angerufen, Ich muss ja nicht erzählen, wie die Stimmung sofort in den Boden sackte.» Dominique Aegerter, der gestern Sonntag Achter wurde, und Shoya Tomizawa waren Teamkollegen beim schweizerisch-französischen Team Technomag-CIP. (yap)

play Shoya Tomizawa (†) wurde nur 19 Jahre alt. (PKP/Pius Koller)

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