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Das hatte sich Tom Lüthi (23) ganz anders vorgestellt. Nach dem 15. Platz im freien Training am Freitag war er sicher, dass man die Probleme im Griff hat und es im Qualifying weiter nach vorne geht. Mit Platz 13 kann der WM-Zweite aber nicht zufrieden sein. So wird es schwierig, Leader Toni Elias (3. Platz in der Quali) näher auf die Pelle zu rücken. Im Gegenteil: Lüthi muss aufpassen, von Iannone (2.), Simon (9.) und Tomizawa (Pole-Position) nicht verdrängt zu werden.
Lüthi stocksauer
«Ich war richtig sauer», spricht Lüthi danach Klartext. «Ich habe sehr viel riskiert, alles aus der Maschine rausgequetscht.» Trotzdem habe er keine Chance gehabt. «Jetzt müssen wir was ändern.» Lüthi hofft deshalb auf das Warm-up am Sonntagmorgen. «Ich bin etwas beunruhigt, das gute Gefühl fehlt. Aber ich werde darum kämpfen, im Rennen noch nach vorne zu fahren.» Ein Podest wäre unter diesen Voraussetzungen aber eine kleine Sensation.
Deutlich besser lief das Qualifying für Dominique Aegerter (19). Der Oberaargauer verbesserte seinen neunten Platz vom Sachsenring, sein bisher bestes Qualifying, und fuhr auf Platz sieben. «Es lief sehr gut», freut sich Aegerter. «Ich konnte bei meiner besten Runde vom Windschatten von Simon profitieren.» Eigentlich war sein Ziel ein Punkterang. Das muss er nun revidieren. «Jetzt soll es schon ein Topten-Platz sein», verrät er Blick.ch.
Krummenacher trotz Sturz stark
Einen echten Husarenritt zeigt Randy Krummenacher (20) bei den 125ern. Kurz vor Ende des Trainings stürzt der Zürcher Oberländer nach einem Rencontre mit einem langsameren Fahrer. «Ich habe etwas zu sehr gepusht», gibt er zu.
Nun drängt die Zeit. An den Boxen ersetzen sie die kaputte Fussplatte in Windeseile – und drei Sekunden vor Ablauf der Zeit passiert Krummenacher die Ziellinie und kann nochmals eine Runde fahren. Er nützt diese Chance und stellt noch die siebtbeste Zeit auf. Im Rennen sei nun alles möglich, gibt sich der Zürcher gewohnt angriffslustig.