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Es regnet zwar nicht mehr, als die Moto2 am Nachmittag loslegt, aber weil es in Valencia relativ kalt ist, trocknet die Strecke nicht ab bis zum Trainingsende.
Tom Lüthi bekundet mit den nassen Bedingungen Mühe. Lange bleibt Lüthi in der zweiten Tabellenhälfte stehen. Der Weckruf kommt in der Mitte des Trainings, als der Emmentaler gerade noch so einen Abflug verhindern kann. «Das war nicht meine einzige brenzlige Szene. Ich stand zwei oder drei Mal ziemlich quer. Da ist es schwierig, das Vertrauen zu finden», erzählt Lüthi.
Danach schafft er es immerhin auf den 14. Rang nach vorne, schliesst in der Tageswertung aber auf Platz 17 ab. Lüthi: «Der heutige Tag war nicht für viel. Ich hoffe sicher auf trockene Bedingungen, da sollten wir bereit sein.»
Besser läuft es Randy Krummenacher. Nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten Rennen klassiert er sich am Nachmittag direkt hinter Lüthi auf Platz 15.
Noch besser: In der Tageswertung schliesst der Zürcher Oberländer auf Rang zwei hinter Stefan Bradl ab. «Das gibt mir sicher viel Selbstvertrauen», sagt Krummenacher und fügt an, «allgemein fühle ich mich um einiges besser.»
Dominique Aegerter macht das Schweizer Paket im zweiten Training als 16. komplett und beendet den Tag als Fünfter. Er hat seine Sicherheit auf nasser Strecke wieder gefunden. «Ich fühle mich im Regen viel wohler als noch Mitte Saison», bestätigt der Rohrbacher.
Während sich die Piloten auf der nassen Strecke abmühen, scheint sich der Titelkampf in der Moto2 daneben zu entscheiden – und zwar schon vor dem Rennen. Grund dafür: Der WM-Zweite Marc Marquez sieht auf seinem rechten Auge wegen eines gestressten Muskels doppelt und schaut am Freitag nur zu.
Sollte das Problem bis Samstag nicht verschwinden, kann der spanische Youngster nicht im Qualifying antreten und würde somit auch das Rennen verpassen. Damit wäre klar, dass Stefan Bradl erstmals seit Dirk Raudies 1993 wieder einen WM-Titel nach Deutschland holt.
Selbst wenn Marquez starten könnte, wären seine Erfolgsaussichten gering. Bradl führt mit 23 Punkten Vorsprung. Nur ein Sieg würde Marquez weiterhelfen und gleichzeitig dürfte der WM-Leader nicht besser als Rang 14 abschneiden. Bradl beweist aber mit der Tagesbestzeit, dass er auf alle Fälle bereit ist.