15-jähriger Raemy löscht Lüthi-Rekord

  • Publiziert: 18.07.2009, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Valentin Oetterli

SACHSENRING - 153 – 48 – 15 – 0. Das ist nicht irgend ein Geheimcode, es sind die Eckdaten des jüngsten Schweizer GP-Fahrers aller Zeiten.

Nur gerade 153 cm gross und 48 kg schwer, steht der 15-jährige Damien Raemy vor seinem ersten Rennen bei den «Grossen». Unter den 80 GP-Fahrern, die gestern auf dem Sachsenring in drei verschiedenen Klassen ihre Runden drehten, ist Raemy der kleinste, leichteste und jüngste.

Statt von einem Rennfahrer könnte man beim Deutschfreiburger aus Wünnewil, der noch ein Jahr zur Schule gehen muss, eher von einem Töff-Floh sprechen!
So «kurz geraten» (Vater Thomas Raemy) ist Damien, dass an seiner 125er-Honda der Benzintank verkleinert und der Heckrahmen verkürzt und tiefer gelegt werden musste.

Nur so erreicht er überhaupt den Lenker und die Fussrasten. Und um zusammen mit seinem Töff das vorgeschriebene Gewichtslimit von 136 kg zu erreichen, muss er sogar noch 3 kg Ballast mitführen. An diesem Zusatzgewicht lag es allerdings nicht, dass der Schweizer Rookie im ersten Training zum GP von Deutschland noch hinterher fuhr. Als 33. verlor Raemy gleich sechs Sekunden auf den Spanier Simon.

«Schon kurz nach Trainingsbeginn hats zu regnen begonnen. Damit wurde aus dem Plan, mich kontinuierlich zu steigern, nichts», sagt Damien. Trotz des (zu) grossen Rückstands ist ihm nicht bange, dass er die Qualifikation fürs Rennen verpassen könnte: «Vor ein paar Wochen bin ich auf dem Sachsenring schon fünf Sekunden schneller gefahren.»

Der Freiburger Töff-Floh strebt einen weiteren Rekord an: Qualifiziert er sich, wird er im Alter von 15 Jahren, 3 Monaten und 13 Tagen zum jüngsten Schweizer WM-Fahrer überhaupt. Diese Marke gehörte bisher Tom Lüthi (22), der bei seinem WM-Debüt 2002 (ebenfalls auf dem Sachsenring!) rund sieben Monate älter war.

Top 3

1 Goldschatz an GP dabei Tom Lüthi startet mit Freundin durchbullet
2 MotoGP Heisse Grid Girls und Boxenluderbullet
3 Erschütternd Tomizawa warnte vor der Unglücks-Stellebullet

Sport