Nur Platz 8 Tom Lüthi: WM-Führung ist futsch

Nur Platz acht in Silverstone und die WM-Führung verloren. Tom Lüthi tut gut daran, das Rennwochenende so schnell wie möglich abzuhaken.

  • Publiziert: 17.06.2012
  • Von Stefan Meier
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Tom Lüthi unterwegs in Silverstone.

(EQ Images)

Das Wochenende in Silverstone ist eines zum Vergessen für Tom Lüthi. Von Beginn an hat der Emmentaler Mühe, die richtige Abstimmung zu finden. Hinzu kommt der Sturz am Freitag, der nicht nur wertvolle Zeit kostet, sondern auch gesundheitliche Folgen nach sich zieht.

Lüthi leidet am Freitag und auch am Samstag unter starken Kopfschmerzen und Beschwerden am Nacken. Am Sonntag sei er aber fit gewesen, sagt Lüthi.

Trotzdem wird Lüthis Hoffnung, die Lücke zu den Schnellsten des Weekends schliessen zu können, nicht erfüllt. Während sich eine siebenköpfige Spitzengruppe davonmacht, kämpft der Emmentaler zunächst bei den Verfolgern. Grund ist ein Rutscher in der dritten Runde. «Da hat sich die Lücke nach vorne aufgemacht und ich habe den Windschatten verloren», erklärt Lüthi.

15 Runden vor Schluss kann sich Lüthi immerhin der anderen Verfolger entledigen. Der 25-Jährige fährt danach ein einsames Rennen, kann den Rückstand nach vorne aber nicht entscheidend verringern. Es bleibt beim enttäuschenden achten Platz, nachdem er zuletzt viermal in Serie auf dem Podest stand.

Seine ärgsten WM-Konkurrenten schlagen hingegen richtig zu. Pol Espargaro schnappt sich als erster Pilot seinen zweiten Saisonsieg. Dahinter folgen Scott Redding und dann schon Marc Marquez, der neue WM-Führer. Der Katalane hat nun 102 Zähler, Espargaro und Lüthi jeweils 96.

Noch nichts verloren also. Für Lüthi heisst es nun, das Wochenende schnell abzuhaken. «Egal wie es läuft, das kratzt nicht an meinem Selbstvertrauen. Es ist nur ein Rennen», sagte er zu Blick.ch am Samstag.

Und auch nach dem Rennen bleibt er positiv. Lüthi: «Ich war nach dem Rutscher eigentlich gleich schnell unterwegs wie die Spitzenleute, konnte aber den Rückstand nicht einholen. Ich nehme dank meiner schnellsten Rennrunde am Schluss auch Positives mit nach Assen.»

Mit Dominique Aegerter als Neunter schafft es ein zweiter Schweizer direkt hinter Lüthi in die Top Ten. «Es ist nicht gerade eine Enttäuschung, aber ich habe mein Ziel, die Top sieben, halt doch nicht erreicht», sagt der Rohrbacher.

Frustriert ist nach dem Rennen Randy Krummenacher, der nur 14. wird. Der Zürcher Oberländer hat mit einem technischen Problem zu kämpfen. Krummenacher: «Es hat sich herausgestellt, dass mein Hinterreifen einen Produktionsfehler hatte. Der Pneu hat auf den Felgen durchgedreht. Von dem her habe ich das Maximum herausgeholt. Ich gehe positiv nach Assen.» Marco Colandrea belegt den 29. Platz.

Lorenzo beeindruckt weiter

In der MotoGP setzt sich Jorge Lorenzo von seinen Verfolger ab. Der WM-Leader feiert seinen vierten Saisonsieg im sechsten Rennen. Hinzu kommen zwei zweite Plätze – beeindruckend, was der Yamaha-Pilot in dieser Saison abliefert.

 

Damit baut der Spanier seine Führung in der WM auf 25 Zähler aus. Erster Verfolger ist Weltmeister Casey Stoner, der auch in Silverstone den zweiten Platz vor Dani Pedrosa belegt.

 

Superstar Valentino Rossi wartet in Silverstone vergeblich auf den Regen. Auf trockener Unterlage ist er chancenlos und muss sich mit dem neunten Platz begnügen.

 

Der Neuenburger Moto3-Pilot Giulian Pedone muss das Rennen mit einem technischen Defekt aufgeben. Den Sieg sichert sich Maverick Viñales vor Luis Salom und Sandro Cortese, der damit die WM-Führung an Viñales verliert. (sme)

Alle Kommentare (1)

  • Sopha  Rattana
    tom, abhaken. jeder hat mal ein schlechtes weekend. silverstone
    sollte sowieso aus dem rennkalender gestrichen werden.
    • 18.06.2012
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