Nach einem Rennabbruch fährt Tom Lüthi im verkürzten GP San Marino nur auf den neunten Platz. Dominique Aegerter glänzt mit seiner Saison-Bestleistung.
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Valentino Rossi lässt sich beim Heimrennen in Misano für sein drittes Ducati-Podest feiern.
(Reuters)Kurzarbeit für Tom Lüthi und Co. beim GP San Marino. Drei Runden nach dem ersten Start explodiert der Motor von Gino Rea. Wegen Öl auf der Strecke wird das Rennen abgebrochen. Statt total 26 Runden stehen beim Neustart nur noch 14 auf dem Programm.
Für Lüthi kommt der Abbruch nicht ungelegen. Nach drei Runden klemmt der Emmentaler auf Rang sieben hinter Esteve Rabat fest, verliert bereits 1,8 Sekunden auf die Spitze. Als das Rennen nach 28 Minuten wieder aufgenommen wird, startet Lüthi deshalb als Siebter, hat aber eine neue Chance.
Doch auch diese kann er nicht nutzen. Zwar liegt er im zweiten Anlauf besser im Rennen, mit den Schnellsten kann er aber aufgrund von Problemen mit der Gabel erneut nicht mithalten. Lüthi fährt den neunten Platz ein – eine böse Niederlage gegen seine grossen Konkurrenten.
Denn diese schlagen richtig zu: Marc Marquez siegt vor Pol Espargaro und Andrea Iannone. Lüthi stürzt vom WM-Podest und verliert weiter an Boden. Vier Punkte fehlen zu Iannone auf Rang drei, ganze 77 zu Leader Marquez.
Für Dominique Aegerter hätte es gar nicht besser laufen können. Der Superstarter darf sein Raketentriebwerk gleich zweimal zünden. Bis zum Rennabbruch hat er sich bereits von Rang 17 auf den zehnten Platz vorgearbeitet. Beim zweiten Anlauf macht er drei weitere Positionen gut – liegt auf Rang sieben.
Domi fightet in der Verfolgergruppe mit, hält sich auf dem neunten Rang liegend lange zurück. Doch gegen Endes des Rennens greift er erneut an. Der Rohrbacher schnappt sich einen Gegner nach dem anderen, in der drittletzten Runde muss auch Tom Lüthi dran glauben! Aegerter fährt auf dem sechsten Rang im Ziel ein – sein bestes Resultat der Saison!
Während Marco Colandrea als 24. und Letzter ins Ziel fährt, steht Randy Krummenacher gar nicht erst in der Startaufstellung. Der Zürcher Oberländer hat sich im Qualifying bei einem Sturz - das Getriebe blockierte - einen zweifachen Bruch im rechten, äusseren Mittelfussknochen zugezogen.
Nach dem Warm-up am Sonntagmorgen musste der 22-Jährige Forfait erklären, weil er kaum auf dem Fussraster abstützen und die Hinterradbremse mit dem rechten Fuss nicht wunschgemäss bedienen konnte. «So hat es keinen grossen Sinn, wenn ich starte», sagte ein enttäuschter Krummenacher.
In seinem sechstletzten Rennen für Ducati kann Valentino Rossi wieder einmal lachen. Hinter Jorge Lorenzo donnert der Superstar auf den zweiten Rang! Der dritte Podestplatz auf der Ducati ist Tatsache. Hinter dem Duo feiert Alvaro Bautista als Dritter.
Grosser Pechvogel in Misano ist Dani Pedrosa. Zunächst muss der Spanier vom letzten statt von ersten Platz starten, weil er seinen Motor in der Boxengasse neu starten lassen musste. Und nach nicht einmal einer Runde ist das Rennen schon vorbei. Pedrosa, bereits auf den zehnten Platz vorgerückt, wird Hector Barbera aus dem Rennen gerissen.
Damit baut Lorenzo seine Führung in der WM aus, liegt nun mit 38 Zählern vor Pedrosa in Front.
Den Sieg in der Moto3 sichert sich in einer turbulenten Schlussphase WM-Leader Sandro Cortese. Der Deutsche liegt damit neu 46 Punkte vor Maverick Viñales, der in der letzten Runde vom zweiten auf den fünften Rang zurückfällt.
Hinter Cortese komplettieren Luis Salom und Romano Fenati das Podest. Der Neuenburger Giulian Pedone gibt das Rennen nach einem Sturz beim Start nach drei Runden auf.
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