BLICK fragt Rossi, Marquez und Co. Ist Tom Lüthi reif für den Titel?

Ist Vize-Champion Tom Lüthi (30) jetzt reif für den Moto2-WM-Titel im nächsten Jahr? BLICK fragte bei den Töff-Stars nach, die es wissen müssen: Valentino Rossi und alle bisherigen Moto2-Weltmeister.

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Valentino Rossi (37, It, MotoGP), neunfacher Töff-Weltmeister

«Lüthi kann auf jeden Fall den Titel holen. Er ist sehr stark. Er hat sehr viel Erfahrung, in der zweiten Saisonhälfte war er sehr stark und hat ein paar Mal gewonnen. Aber es ist unmöglich, jetzt eine Voraussage zu machen. Moto2 ist eine merkwürdige Klasse. Es gibt immer viel Konkurrenz. Es wird sechs oder sieben Fahrer geben, die versuchen können, den Titel zu holen. Lüthi wird viele Gegner haben.»

Johann Zarco (24, Fr, neu MotoGP), Moto2-Weltmeister 2015 und 2016

«Eine Moto2-Saison ist lang… In diesem Jahr waren die Top-10 näher zusammen als früher. Junge Fahrer haben Erfahrungen gesammelt und könnten nächstes Jahr sehr stark sein. Für Lüthi wäre es schon seit einigen Jahren Zeit, die WM zu gewinnen. Er ist immer sehr schnell, er kennt jede Strecke perfekt. Ich bin gespannt, was Franco Morbidelli (WM-Vierter, d. Red.) anstellen wird. Er ist jünger, er könnte noch aggressiver fahren als bisher. Aber wenn Lüthi wie diese Saison den Saisonauftakt gewinnt, wird er schwer zu schlagen sein.»

Tito Rabat (27, Sp, MotoGP) Moto2-Weltmeister 2014

«Natürlich kann es Tom schaffen. Er ist ein Fahrer mit viel Erfahrung und einem guten Motorrad. Er hat alles, was es braucht. Und er nimmt aus der abgelaufenen Saison viel Selbstvertrauen mit. Aber in der Moto2 muss man seine Leistung immer abrufen können, es braucht viel Konstanz. Er muss regelmässiger seine Siege holen. Dafür ist er stark genug. Aber er wird viel Konkurrenz haben, speziell von meinem Team (Franco Morbidelli und Alex Márquez).»

Pol Espargaró (25, Sp, MotoGP) Moto2-Weltmeister 2013

«Tom hat in den letzten Rennen Spitzenleistungen abgeliefert. Er weiss, wann er angreifen muss und wann nicht. Vielleicht ist er manchmal zu intelligent und deshalb zu vorsichtig. Mit ihm muss man immer rechnen. Aber die Moto2 ist unbarmherzig. Du musst in jedem Training 200 Prozent geben. Natürlich muss man das auch in der MotoGP, aber du hast mehr Zeit, um Dinge auszuprobieren. In der Moto2 musst du sofort ans Limit, sonst bist du weg vom Fenster. Ich bin sehr stolz, dass ich diese Klasse gewinnen konnte. Aber froh, dass ich nicht mehr dort fahren muss!»

Marc Márquez (23, Sp, MotoGP) Moto2-Weltmeister 2012, MotoGP-Weltmeister 2013, 2014 und 2016

«Nach dieser Saison werden aussergewöhnlich viele Moto2-Fahrer in die MotoGP aufsteigen. Lüthi wird also nächstes Jahr der Fahrer mit der meisten Erfahrung in dieser Kategorie sein. Ich denke, dass jetzt Lüthis Zeit gekommen ist. Aber natürlich werde ich trotzdem meinem Bruder Alex die Daumen drücken, um einen Titel für Tom zu verhindern! (lacht) Aber es steht fest, dass Lüthi auf einem sehr hohen Niveau fährt.»

Stefan Bradl (26, De, neu Superbike-WM) Moto2-Weltmeister 2011

«Er hat ja dieses Mal schon richtig Gas geben und war knapp gescheitert. Tom hat alles, was es braucht. Vielleicht braucht er mal ein bisschen mehr Glück und muss das eine oder andere Rennen etwas aggressiver angehen. Ich kann ihm nicht wirklich einen Ratschlag geben, er ist genug lange im Geschäft.»

Toni Elias (33, Sp, USA-Superbike) Moto2-Weltmeister 2010

«Ich glaube daran, dass Tom zuschlagen kann. Er hat eine riesige Chance, weil er in der zweiten Saisonhälfte sehr stark war und viele seiner Gegner nun in die MotoGP wechseln. Tom muss die Saison so starten, wie er sie aufgehört hat. Er war sehr schnell. Danach kann er mit seiner Erfahrung die Situation unter Kontrolle halten und endlich seinen zweiten WM-Titel holen.»

Die Moto2 (600 ccm, Viertakt) hat 2010 die traditionelle 250-ccm-Zweitakt-Klasse als zweithöchste Töff-Kategorie abgelöst

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 16.11.2016
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1 Kommentare
  • Thomas  Zürcher 15.11.2016
    Eines ist klar um Weltmeister zu werden muss alles zusammen stimmen.Nicht nur körperliche Fitness sonder auch mentale Stärke sind Voraussetzung um im Kampf um den Titel eine Chance zu haben.Wie schnell Weltmeisterschafts Träume begraben sein können hat ja Tom in dieser Saison schmerzhaft erfahren müssen.Wünsche dem Schweizer für die nächste Saison alles Gute viel Glück und vor allem keine schweren Stürze.