«Ich wollte sterben» Franzose fährt Rallye Dakar ohne Arme und Beine

Die Rallye Dakar gehört zu den härtesten Motorsport-Rennen der Welt. Insbesondere, wenn man wie Philippe Croizon (48) ohne Arme und Beine auskommen muss.

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Sie verlangt den Piloten alles ab: die Rallye Dakar. Zurzeit dröhnen in Südamerika die Motoren zur berühmt-berüchtigen Abenteuer-Rallye. Und die 39. Ausgabe gehört zu den härtesten, die je gefahren wurden.

Knapp 9000 Kilometer sind zurückzulegen. Durch heisse Wüsten, eiskalte Berge. «Die diesjährige Dakar wird ohne Zweifel die bislang härteste in Südamerika sein», so Renndirektor Marc Coma, selber fünffacher Sieger auf dem Töff.

Jetzt stelle man sich vor, diese Strapazen ohne Arme und Beine auf sich zu nehmen. Genau dies tut nämlich Philippe Croizon.

Der Franzose, der nach einem Unfall beide Beine und beide Arme verlor, fährt in einem BMW-Buggy durch Südamerika. Sein Gefährt wurde dafür extra angepasst. Die Kontrolle hat er dank einem über dem linken Beinstumpf angebrachten Karbonaufsatz.

Croizon ist 25 Jahre alt, als der Stahlarbeiter auf dem Dach seines Hauses an der TV-Antenne werkelt. Dabei jagt es ihm 20'000 Volt durch den Körper, wobei er Arme und Beine verliert. «Ich wollte sterben», so Croizon. Doch er kämpft. Und sein Wille bringt ihn bis an die Dakar-Rallye.

Vor sieben Jahren schon stürzte er sich in ein Abenteuer. Mit speziellen Prothesen durchschwamm er den Ärmelkanal und sorgte für weltweites Aufsehen.

Nun also will er im Auto Grosses leisten, liegt zurzeit auf Platz 67 im Gesamtklassement – und will sich am 14. Januar bei der Zielankunft der Dakar Rallye in Buenos Aires feiern lassen. (wst)

 

Publiziert am 05.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017
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4 Kommentare
  • Max  Stirni 05.01.2017
    Die Dakar ist das perfekte Beispiel für meine These: Kein Mensch braucht Afrika! Und wenn die Afrikaner Helden wie Croizon mit Gewalt und Drohungen von dort vertreiben, dann verlegen wir das Ganze halt einfach nach Südamerika. Die Herausforderung ist dieselbe und die Bilder mindestens genauso spektakulär. Ein Umdenken in Europa bzgl dem Problemkontinenten ist längst überfällig.
  • Thomas  Zürcher 05.01.2017
    Ich verstehe solche Menschen nicht die schon gezeichnet sind von einem schweren Unfall und mit dem Leben davon gekommen sind,dass sie das Schicksal nochmals herausfordern und mit dem Leben spielen.
    • daniel  reber 05.01.2017
      Die Angst vor sterben wird uns leider auch nicht vom Sterben abhalten. Aber sie kann uns vor dem Leben abhalten.
    • Lars  Hug 05.01.2017
      stimmt, nach einem Unfall würde ich auch nie wieder aus den Haus gehen... Ironie off!!