Weil er zu schlau ist Poker-Star Ivey muss 10 Millionen Dollar zurückzahlen

Ob da noch Geld für Weihnachtsgeschenke bleibt? Poker-Star Phil Ivey muss 10 Millionen Dollar an ein Casino zurückzahlen. Weil er zu gut getrickst hat.

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Phil Ivey ist einer der grössten Stars unter den Poker-Profis. 10 Bracelets der World Series of Poker nennt er sein Eigen, was Rang zwei in der ewigen Bestenliste bedeutet. Doch zu Weihnachten hat der 39-Jährige nun grosse Probleme unter dem Baum. Der Grund: Ivey trickst zu gut.

Ein Bundesrichter hat ihn (und Spiel-Partnerin Cheung Yin Sun) aufgefordert, mehr als 10,1 Millionen Dollar an das Borgata Hotel Casino & Spa in Atlantic City zurückzuzahlen. Dies, weil die Gewinne, die er beim Baccarat erzielt hat, mit dem sogenannten Edge Sorting zustande gekommen seien.

Soll heissen: Ivey beobachtete mit scharfem Auge die natürlichen Unregelmässigkeiten auf der Rückseite von Karten, die durch das Zuschneiden in der Produktion entstehen können. So konnte er bestimmte Karten erkennen und das Spiel zu seinen Gunsten verlaufen lassen.

Edge Sorting ist nicht verboten – aber natürlich ein Dorn im Auge der Casinos. Richter Noel Hillman bekräftigt, dass Ivey keinen Betrug begangen habe. Doch der Poker-Star soll damit einen Vertrag mit dem Casino verletzt haben.

Phil Iveys Anwalt Ed Jacobs hat angekündigt, Berufung einzulegen. «Nach dieser Entscheidung ist es einem Spieler praktisch untersagt, seine Fähigkeiten und seine Intelligenz sowie die eigene Sehschärfe zu nutzen, um das Casino bei seinem eigenen Spiel zu schlagen», teilte Jacobs The Associated Press mit. Spricht: Ivey ist zu gut.

Der Vorfall im Borgata ist übrigens nicht der einzige, in dem Adlerauge Ivey zu gut getrickst hat. Erst neulich verlor er ein Berufungsverfahen in England gegen Genting Casinos UK und muss 7,8 Millionen Pfund zurückzahlen. Auch diese hatte er mit Hilfe von Edge Sorting gewonnen. (sme)

Publiziert am 25.12.2016 | Aktualisiert am 25.12.2016
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8 Kommentare
  • Snoopy  Brown 26.12.2016
    Dem ist wohl sein Ego über den Kopf gewachsen und hat allen erzählt, was für ein schlauer er ist. Wenn ich diese Fähigkeiten hätte, würde ich auch die Casinos ausnehmen, aber niemandem erzählen, wie das geht.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    25.12.2016
    Nimmt mich wunder, wie die beweisen wollen, was einer gesehen und im Gedächtnis gespeichert hat. Der hat keine Notizen geführt. Ausserdem: selber schuld. Sollen ihre Karten halt bei einem Qualitätshersteller in der Schweiz bestellen, dann passiert das nicht. Sind zu geizig die Ami.
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    25.12.2016
    Und trotz dieser unangemessenen Verhätschelung von Casinos auch in anderen Fällen hat es Donald Trump das Kunststück fertig gebracht gleich mehrmals mit Casinso bankrott zu gehen.
    Mir schwant nichts gutes für die USA, aber jedes Land bekommt den Präsidenten den es verdient.
  • Hans  Müller 25.12.2016
    Also mit anderen Worten: Casinos sind staatlich legitimierte Diebstahlinstitutionen. Ist einer schlauer als das Casino, so muss man ihm das Geld halt per Gerichtsentscheid stehlen. Schon unglaublich eigentlich.
  • Rico  Derster 25.12.2016
    Komisch immer wenns um Casinos geht entscheiden die Richter zugunsten von denen. War bei uns damals nicht anders als es im Parlament ums poker-verbot in clubs ging. Die einzigen denen damals ein solches Verbot nützte, waren die Casinos. Und siehe da, im Nu wurde ein Gesetz verabschiedet, welches das Pokern nur in Casinos erlaubt. Die Casinos sind einfach zu gute Steuereinnahmen, dies ist weltweit so.