Cancellara vor Sportler-Wahl «Ich würde mich wählen!»

Die Sport-Schweiz wählt heute Abend die besten Sportler und Sportlerinnen des Jahres (20.05 Uhr SRF1). Für einen Nominierten ist bereits klar, wer ganz oben steht.

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Heute Abend wird wieder gekrönt – wie jedes Jahr. Die Schweiz wählt ihre besten Sportler des Jahres. In einer grossen Gala werden die Meriten verteilt für erbrachte Leistungen in den Kategorien Sportlerinnen, Sportler, Teams, Behindertensportler, Trainer, und Newcomer.

Wie immer ist der Wahlausgang ungewiss und spannend. Aussergewöhnlich aber ist das Statement von Radstar Fabian Cancellara im Vorfeld. «Ich würde mich wählen», sagt der Olympiasieger und erklärt seine selbstbewussten Worte gleich selber: «Ich möchte keineswegs arrogant wirken. Es ist, weil mein Karriereende dazukommt. Wäre es nicht so, würde ich einen anderen wählen.»

Cancellara wäre gewiss ein würdiger Sieger. Sein Feuerwerk in Rio hat viele überrascht und uns alle begeistert. Dieses Zeitfahrrennen, das von der Topographie eigentlich gar nicht auf den Berner zugeschnitten war, in das er aber alles legte, was er aus 16 Profi-Jahren mitgenommen hatte und in dem er, bereits 35-jährig, nochmals pedalte wie ein Jüngling in der Hochblüte. Unvergesslich, wie er danach unter Rios Palmen jauchzend aufs Sieger-Podest sprang, als wäre es das erste Mal.

Die Fans bestimmen

Auch heute an den Credit Suisse Sports Awards gehts für Cancellara nochmal um Sieg und Prestige. Nur zu gerne würde er den Preis nach 2008 noch einmal gewinnen. Und er würde wohl wieder jauchzen vor Freude, stünde er am Ende ganz oben. Aber auch heute ist seine Konkurrenz gross. Er wird herausgefordert von Mountain-Bike-Held Nino Schurter, von US-Open-Triumphator Stan Warinka, von Handball-Meister Andy Schmid, von Schwingerkönig Mathias Glarner und von Weltstar Roger Federer. Welch Qual der Wahl!

Für einmal hat die Nomination Federers als Kandidat für Diskussionen gesorgt. 2016 war für ihn ein Seuchenjahr ohne Titelgewinn, das er verletzungsbedingt im Juli beenden musste. Damit platzte sein Traum von der 5. Teilnahme an Olympischen Spielen. Nachvollziehbar, dass Nichtberücksichtigte die Nomination Federers kritisch betrachten. Zumal mit Neel Jani (Langstrecken) und Sébastien Buemi (Formel E) zwei Motorsportler Weltmeister wurden. «Es ist schade, dass der Motorsport mit solchen Erfolgen keine Nomination bekommen hat», sagt Jani.

Wie wichtig die Auszeichnung zum «Sportler des Jahres» für einen Athleten ist ist, zeigt der Fall Ferdy Kübler. Die Rad-Legende gewann 1950 die prestigeträchtige Tour de France. Schweizer Sportler des Jahres wurde 1950 aber der Leichtathlet Armin Scheurer, der an der EM im Zehnkampf Fünfter wurde. 1951 gewann Küblers Erzrivale Hugo Koblet ebenfalls die Tour de France und wurde danach prompt zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt. Ferdy Kübler wurde in diesem Jahr Strassenweltmeister, ging aber wieder leer aus. Schweizer Sportler des Jahres wurde Kübler nie, was ihn noch heute «furchtbar fuchst».

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
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1 Kommentare
  • Roger  Hausherr 18.12.2016
    Nino Schurter hätte meiner Meinung nach den Titel am meisten verdient. Keiner brachte objektiv gesehen bessere Resultate. Bei gewissen Sportarten weiss man nie so ganz genau, wie der Sieg zustande kam. Ein Radfahrer der im letzten Rennen unerwartet klar gewinnt und Gold, steht immer unter Verdacht. Bei den Frauen müsste eigentlich Lara Gut oder Giulia Steingruber gewinnen. Lara Gut hat sicher keinen Sympathiebonus bei den Deutschschweizern. Obwohl Schweizer und Weltcupsieg eine Rarität ist.