Die US-Leichtathleten stehen unter Strom. An den Trials in Eugene geht es ab heute um die Olympia-Startplätze. Bei den Hürdengirls fliegen die Fetzen schon vorher.
Die Amis sind gnadenlos. Egal, ob jemand Weltrekordler, Olympiasieger oder Weltmeister ist – wer es an diesem und am nächsten Wochenende bei den Trials nicht in die Top-Drei einer Disziplin schafft, kann sich London abschminken.
Entsprechend «heiss» ists in Eugene. Zum Beispiel bei den Hürdensprinterinnen, die heute ihren Wettkampf beginnen. «Es ist schön, dass Lolo Jones dabei ist», wird Joanna Hayes in «USA Today» zitiert. «Sie hat ein Gesicht, das den Medien passt. Sie ist noch Jungfrau. Ich würde auch für sie ‹fänen›.» Dann lacht Hayes und schiebt nach: «Yeah, ich werfe jeden Tag Dartpfeile auf ein Bild von Lolo.»
Der Fight ums Olympia-Ticket zwischen den beiden Hürdlerinnen ist brisant: Jones hatte vor vier Jahren im Final von Peking sicheres Gold weggeworfen, als sie an der zweitletzten Hürde stolperte. Und Hayes wurde 2004 in Athen Olympiasiegerin und gibt jetzt für London ein Comeback.
Lolo, die 30-jährige – Joanna mit 36 Lenzen. Ihre Beine sind wohl langsamer geworden. Jones ist die diesjährige Nummer 9 im US-Hürdensprint, Hayes gar die Nummer 16.
Mit kecken Sprüchen machen sie sich gegenseitig zapplig.
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