101 Tage nach ihrer Hüftoperation So kämpft Lisa Urech für ihren Olympia-Traum

BERN - Drei Monate nach ihrer Operation an der linken Hüfte (Labrumriss) ist Hürdensprinterin Lisa Urech (22) auf dem Weg zurück. Sie glaubt an einen Start Anfang August bei Olympia in London.

  • Publiziert: 20.01.2012, Aktualisiert: 21.50 Uhr
  • Von Carl Schönenberger

Das reine Reha-Training zusammen mit Physiotherapeut Daniel Troxler hat die 2011 mit 12,62 Sekunden sechstbeste Hürdensprinterin der Welt bald hinter sich.

Doch noch sind das anstatt Sprints oder Hürden-Technikschulung erst Stabilisations-Übungen für Rumpf, Becken und Beine. Ab Februar will sich Lisa zusammen mit ihrem Stuttgarter Trainer Sven Rees langsam ans richtige Training herantasten, ab April soll sie wieder voll belasten können.

Obwohl sie bis zum Olympia-Vorlauf am 6. August in London nur noch 199 Tage Zeit hat, glaubt Urech an ihren Traum. «Zwar ist mir im ersten Moment, als ich von der Operation und der viermonatigen Pause hörte, der Laden runtergegangen», erinnert sich Lisa an den schwierigsten Moment.

«Aber bis jetzt sind die Heilung und die Reha optimal verlaufen und ich spüre im Hinblick auf London keinen Zeitdruck. Ich arbeite daran, dass mein Hüftgelenk in Zukunft wieder der Belastung standhält, um Weltklasse-Zeiten zu laufen.»

Lisa Urechs Stationen

3. Juli 2011: Lisa sorgt in La Chaux de Fonds mit neuem Schweizer Rekord von 12,52 Sekunden für eine Sensation.
3. September 2011: Bei den WM in Daegu (Skor) wird Lisa in der ersten Halbfinalserie mit 12,86 Dritte, verpasst damit als WM-Neunte den Final der besten acht um zwei Hundertstel.
8. September 2011: Bei Weltklasse Zürich im Letzigrund hat Lisa am Start ein Blackout und bleibt vor der ersten Hürde stehen.
28. September 2011: Die Hiobsbotschaft! Lisa hatte seit dem Frühjahr Schmerzen an der linken Hüfte und muss operiert werden – bis zur Wiederaufnahme des Trainings gehen die Ärzte von vier Monaten aus.
11. Oktober 2011: Urech wird in München von Dr. Michael Dienst während dreier Stunden operiert. Der deutsche Hüftspezialist repariert dabei einen Riss des Labrums, dem faserknorpligen Rand, der die Gelenkspfanne umgibt.
15. November 2011: Lisa kann die Krücken als Gehhilfe weglegen.
Oktober 2011 bis Ende Januar 2012: Rehabilitations- und Aufbautraining mit Physiotherapeut Daniel Troxler in Bern.
Februar und März 2012: Übergang von Rehabilitation zu richtigem Training.
April 2012: Volle Belastbarkeit.

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