Lungenembolie! Hammerschlag für Röthlin

  • Publiziert: 17.03.2009, Aktualisiert: 13.01.2012

NOTTWIL - Viktor Röthlin wird definitiv nicht am London-Marathon an den Start gehen. Die Erkrankung des 34-Jährigen ist schlimmer als angenommen. Er leidet an einer Lungenembolie.

Das hat sich Viktor Röthlin anders vorgestellt. Eigentlich wollte der Marathon-Läufer am 26. April den London-Marathon laufen und der Queen zuwinken.

Nun fällt seine Vorbereitung auf den Marathon ins Wasser. Der Innerschweizer muss mindestens vier Wochen komplett auf Sport verzichten und forfait geben.

Die Diagnose: Röthlin leidet an einer Lungenembolie im rechten Lungenunterlappen! Die Quelle der Embolie liegt in einer Thrombose in der rechten Beckenvene, wie Lungenspezialist Dr. Beat Villiger im medizinischen Bulletin bekannt gab. Röthlins Blut wird zur Therapie während sechs Monaten verdünnt.

Wie die weitere Saisonplanung aussehen wird, entscheidet sich nach der vierwöchigen Pause. Röthlins beeindruckende Karriere soll allerdings nicht gefährdet sein. (sme)

Was ist eine Lungenembolie?

Eine Lungenembolie entsteht durch die Verstopfung eines Blutgefässes in der Lunge. Dadurch schrumpft das Leistungsvermögen der Lunge erheblich. Die Gefahr besteht in einer Druckerhöhung im Kreislauf, was akutes Herzversagen und Sauerstoffmangel aller Organe zur Folge haben kann. Die Symptome zeigen sich besonders durch eine akute Luftnot. Eine Lungenembolie ist potenziell immer lebensbedrohlich und gehört zu den am häufigsten übersehenen und falsch diagnostizierten Todesursachen.
play Viktor Röthlin muss mindestens vier Wochen pausieren. (Keystone)

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