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Caster Semenya (18) – noch vor einem Jahr kannte diesen Namen kaum jemand. Zwar war sie 2008 bereits Siegerin der Commonwealth-Jugend-Spiele. Aber den grossen Zeitsprung macht sie gestern, in 1:55,45 als Weltmeisterin. Über acht Sekunden schneller als im letzten Jahr.
Die Zweifel um Caster Semenya sind gross: extrem ausgebildete Muskulatur, tiefe Stimme, Gesichts-Behaarung.
«Ich lasse die Hose runter, dann sehen Sie, dass ich eine Frau bin»
Auch einem Angestellten auf einer südafrikanischen Autobahn-Raststätte fällt das schwer definierbare Wesen auf. Dort will Semenya aufs WC. «Hier darfst du nicht rein, das ist die Toilette für die Frauen.» So stehts auf der Website von «Sport24» aus Kapstadt.
Auch Casters Reaktion wird geschildert: «Ich lasse die Hose runter, dann sehen Sie, dass ich eine Frau bin.»
Auch auf der Website «The Science of Sport» ist die Läuferin ein Thema. Wurde sie als Hermaphrodit geboren? Mit weiblichen und männlichen Geschlechts-Merkmalen? Bestätigt ist das noch nicht. Die medizinische Kommission des Internationalen Leichtathletik-Verbands hat die Untersuchung jedenfalls eingeleitet.
Semenya ist ein «medizinisches Problem»
«Es handelt sich in diesem Fall aber nicht um einen Doping-Betrug, sondern um ein medizinisches Problem», sagt IAAF-Sprecher Nick Davies. Die Abklärungen seien deshalb viel komplizierter. Und es wäre ungerecht gewesen, Semenya voreilig vom WM-Final auszuschliessen.
Vielleicht verliert sie (er oder es?) den Titel ja doch noch.