Die 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya, um deren Geschlecht eine Kontroverse entbrannt ist, darf ihre Gold-Medaille aus Berlin behalten.
Die als Zwitter beschuldigte 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya darf ihre Gold-Medaille von
Berlin behalten.«Wir sind glücklich darüber, dass die südafrikanische
Regierung und die Anwälte von Caster Semenya mit der IAAF in allen Punkten eine Einigung erzielt haben», ist in einem vom südafrikanischen Sportiminister Makhenkesi Stofile verfassten Communiqué zu lesen.Den publik gemachten Entscheid will der Leichtathletik-Weltverband IAAF allerdings nicht absegnen. «Wir können dies nicht bestätigen», sagte Nick Davies, der Sprecher der IAAF.Semenya bleibt ein ThemaDas Vorpreschen des südafrikanischen Ministeriums durchkreuzt das Bemühen der IAAF, das brisante Thema beim Meeting des Councils heute Freitag in Monte Carlo zum Tabu zu erklären.Hinter verschlossenen Türen dürfen die 27 IAAF-Spitzenfunktionäre dennoch darüber debattieren, zumal weiterhin die Frage im Raum steht, ob Semenya auch in Zukunft an Frauen-Wettkämpfen teilnehmen darf.Tests noch nicht abgeschlossenDer Weltverband hat mitgeteilt, dass die medizinischen Tests noch nicht abgeschlossen sind. Die Untersuchung war nach Semenyas WM-Sieg angeordnet worden, weil nach ihrem rasanten Aufstieg in die Weltklasse und ihrer männlichen Erscheinung Zweifel und Mutmassungen aufgekommen waren. Zwei unabhängige Geschlechtstests in
Pretoria und Berlin haben ergeben, dass Semenya ein sogenannter Hermaphrodit ist, also ein Zwitter. (Si/gwy)