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In Führung liegt nicht einer der Topfavoriten – neben Lambiel zählen Titelhalter Brian Joubert (Fr/6.) und der letztjährige WM-Zweite Daisuke Takahashi (Jap/3.) dazu -, sondern der kanadische Olympia-Dritte Jeffrey Buttle. Auf Rang 2 folgt der Amerikaner Johnny Weir. Jamal Othman, der zweite Schweizer, qualifizierte sich als 22. für den Final der besten 24.
Die morgige Kür in Göteborg verspricht spannend zu werden, die Differenz zwischen Buttle und Lambiel beträgt lediglich 2,98 Punkte. Damit besitzt der achtfache Schweizer Meister noch alle Möglichkeiten, seinen dritten WM-Titel nach 2005 und 2006 zu erringen.
Lambiel bot im Kurzprogramm «Carne Cruda» eine solide Leistung, mehr aber nicht. Bei seinem Problemsprung, dem Dreifach-Axel, konnte er nur mit Mühe einen Sturz verhindern. Und auch beim Vierfach-Toeloop musste er nach der Landung die Hand zur Hilfe nehmen. Dennoch gelang es ihm, den dreifachen Toeloop anzuhängen. Dieser wurde allerdings nicht auf rückwärts anerkannt und dadurch nur doppelt gewertet, was bei Lambiel einiges an Unverständnis hervorrief. Seine Kritik an den technischen Controllern fiel massiv aus.
«Ich hatte das Gefühl, einen perfekten Dreifach-Toeloop gezeigt zu haben», sagte Lambiel. Er fühle sich zum ersten Mal benachteiligt. Es sei schwierig zu kämpfen, wenn man so beurteilt werde. Es tue weh, er stelle sich Fragen über die Sachlichkeit der Offiziellen. Er habe das Gefühl, mit diesen Offiziellen mehr als die anderen machen zu müssen.
Mit 79,12 Punkten verpasste der 22-jährige Unterwalliser seine Bestleistung um 4,68 Zähler. Ihm ist jedoch zu Gute zu halten, dass er mit Adduktorenproblemen kämpft und deswegen entzündungshemmende Mittel nehmen muss. (Si)